Nachfolgeentscheidung bei der Artenhaltung - Sinai, Buschschwanz, Maushamster, VZM?

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    • Nachfolgeentscheidung bei der Artenhaltung - Sinai, Buschschwanz, Maushamster, VZM?

      Hallo,

      ich mache mir gerade Gedanken, wie ich meine Kleinnagerhaltung fortführen möchte. Ich habe bislang immer Mongolen (und auch mal Knirpse) gehalten. Aufgrund des mitunter schwierigen Sozialverhaltens und meinem Wunsch, wieder eine Gruppe (also mehr als zwei gleichgeschlechtliche Exemplare) zu halten, beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit unterschiedlichen Arten und habe auf diversen Seiten (diebrain, Mäuseasyl etc.) viele wertvolle Informationen gefunden. Nun ist am Wochenende eine meiner beiden Damen verstorben, so dass die Entscheidung (Abgabe oder neue Vergesellschaftung) nicht mehr sooo weit hinausgeschoben werden sollte.

      Mit dem Gedanken, die Mongolenhaltung aufzugeben, habe ich mich auf Grundlage meiner vorhandenen Gehege und Wünsche (möglichst Gruppenhaltung, aktive Tiere, strukturierbare Gehege mit Klettermöglichkeiten und der Möglichkeit diese für mich und die Tiere interessant zu gestalten, gerne futterzahm aber nicht zwingend notwendig) wieder auf die Suche gemacht.

      Buschschwanz-Rennmaus, Sinai-Stachelmäuse und Turkmenischer Maushamster

      Diese drei Arten sind nach wie vor für mich sehr interessant, VZM, Perser und Farbmäuse behalte ich im Hinterkopf, habe mich aus unterschiedlichen Gründen jedoch aktuell dagegen entschieden.

      Leider bin ich auf der Suche nach Bewegtbildern im Internet nicht wirklich fündig geworden und nur hier und da mal auf ältere Videos gestoßen. Ich würde mir die Arten sehr gerne mal ansehen und mich ebenso gerne mit jemandem austauschen, der mir weitere Einblicke in die Haltung und das Sozialverhalten der Tiere geben kann. Gibt es zufällig jemanden, der im Umkreis Münster/Hamm/Osnabrück ... diese Tiere hält/ gewissenhaft züchtet oder wisst ihr, ob und ggf. welche Zoos die Arten halten? Ich bin kein Zoo-Fan, aber gegen einen Nachmittag "Terrariumgucken" hätte ich nichts einzuwenden.

      Und was den Bezug der Tiere angeht - bei Buschschwänzen habe ich das Gefühl, dass dies noch machbar wäre. Bei Sinai und den Maushamstern bin ich etwas lost.

      Ich würde mich über weitere Infos und Erfahrungsaustausch freuen.

      Vielen Dank!

      alles liebe,
      jenjen

    • Hallo @jenjen

      Ich hatte zwischendurch Stachelmäuse aus dem Tierheim, weil es gerade keine Mongolen gab.

      Das Becken hab ich extra umgebaut, weil es hieß die klettern - na ja, auch nicht mehr.... dafür riechen sie mehr.

      Sind Dämmerungsaktiv, das heißt eher selten zu beobachten. Dafür ist es echt eigenartig, dass sie auch beim Schlafen die Augen offen haben.

      Ich weiß nicht wie alt sie waren, als sich sie bekommen habe, ich hatte sie ungefähr ein Jahr und 8 - 9 Monate.

      Chipsy, Tipsy, Pinky und ich hab enirgends gefunden wie die vierte hieß.... auseinanderhalten konnte ich sie an ihren Ohren - die waren teilweise in Mitleidenschaft gezogen worden... sie wurden in einer Schachtel ausgesetzt, wahrscheinlich ein Pärchen mit zuvielen Nachkommen. Zu viert waren sie friedlich, aber ziemlich langweilig.

      Danach habe ich wieder nach Mongolen ausschau gehalten und zwei erwachsene Damen übernommen.

      Liebe Grüße Pit-Pat
      (Pit und Pat - die Namen meiner ersten :gerbil:gerbil ) Foto meiner Lieblingsmaus Pat. <3
      Aktuell: Espresso :babyboy: & Mascherl :babygirl: | Ribisel :babygirl: |Lilo (übernommener vorläufiger Name) :babygirl:

    • Danke @Pit-Pat, mit deiner eher nüchternen Erfahrung hilfst du mir in jedem Fall auch schon weiter.

      Hätte ich gar nicht so eingeschätzt - und, dass sie mit offenen Augen schlafen wusste ich auch nicht, das ist ja wirklich gewöhnungsbedürftig! Auf deinen Bildern entdecke ich mindestens einen Stummelschwanz. Da werden ja schon vor dem Umzug zu dir einige Kämpfe gefochten worden sein, wenn du auch von Verletzungen der Ohren berichtest (beides, Schwanz-und Ohrenverletzungen, kommt bei wenig harmonischen Gruppen sowie als Verhaltensstörung wohl häufig vor). Wenn sie ausgesetzt wurden, weiß man natürlich auch nichts zur Sozialisation und ihrem wahren Alter - sie werden wohl ca. 4 Jahre im Schnitt. Bei dir haben sie sicherlich dennoch eine schöne Zeit gehabt, auch wenn es nicht deine Herzenstiere geworden sind.

      Die anderen Arten hast du vermutlich nicht gehalten, sonst hättest du es ja erwähnt. Kennst du vielleicht jemanden den ich fragen könnte?

      alles liebe,
      jenjen

    • Huhu, ich komme zufällig aus dem Raum Münster und hätte Perser und Buschis hier :thumbup: . Also falls du mal probekuscheln willst, kannst du gerne vorbei kommen.

      Ich warte aktuell auf mein Buschi-Zuchtpaar von der lieben @Sif&Idun, mit viel Glück habe ich also vielleicht in der Zukunft auch mal Nachwuchs abzugeben. Ansonsten ist die liebe Sifi natürlich Buschidealerin Nummer 1.

      Was gibt's aus meiner Sicht zu Buschis zu sagen? Kennst du die Gremlins noch? So in etwa sind Buschis. Gegenüber dem Menschen sehr offen und neugierig, mutig, selbstständig und selbstbewusst. Die Kehrseite der Medaille ist das etwas anstrengende Sozialverhalten. Meine drei Damen haben mich doch Nerven gekostet, es gab viel Gepiepse, Geboxe usw. Eine gewisse Erfahrung mit Rennmäusen ist definitiv von Vorteil, um die Situation richtig einschätzen zu können. Buschis sind im Gegensatz zu Persern eher eigenständig und nicht so auf Gruppenmodus getrimmt. Kleine sture Dickschädel. Aber, sie sind kleine Kämpfer mit einem Herz aus Gold und ich kann es mir nicht mehr ohne sie vorstellen, im Mensch um den Finger wickeln sind sie spitze.
      Man kann auch viel von ihnen lernen, was die Gruppenhaltung angeht.

      Wichtig finde ich noch zu sagen, daß sie doch recht spät aufstehen. Meine Perser sind viel eher draußen, die Buschis machen hier nur Spätschicht. Das sollte man einkalkulieren.

      Sifi kann sicher auch noch viel zu Buschis sagen, wollte nur erwähnen das ich in erreichbarer Nähe bin ^^ .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tessa ()

    • Komisch, obwohl sowohl unsere Perser, als auch unsere Bischis verwandt sind, sind bei mir die Buschis als erste wach und meist auch länger unterwegs. Dafür machen die Perser immer noch gerne Teatime :D

      Hm, mir gegenüber hat jemand die Buschis mal mit überdrehten Teenagern verglichen. Unglaublich stur, frech und wenn du sie zur falschen Zeit weckst, werden sie ziemlich knatschig. Sie haben sehr ausgeprägte Persönlichkeiten und sind individueller als die schwarmintelligenten Perser, sie klettern auch besser, Buschis können richtig heftig flegeln, wenn sie erwachsen werden, da muss man gut aufpassen.
      Buschis sind nicht neugierig - sie sind aufdringlich. Wenn ich meine Buschigehege aufmache, habe ich immer zu wenig Arme und werde belagert. Obwohl ich das Problem auch mit den Wagnern habe. Die springen mich sogar aus dem Gehege heraus an und kletten sich an die Klamotten. :rolleyes:
      Den Move hat bei meinen Buschis - (puh war es Mut, Neper oder Iat ?( ) nur einmal einer gemacht, um von meiner Schulter aus an der Vorhang zu springen. Am Ende musste ich einen Stuhl holen, um die Maus von der Vorhandstange zu pflücken.
      Auf jeden Fall bringen die Tierchen nachts richtig Aktion in die Bude.

      Klein Impression:

    • @Tessa und @Sif&Idun vielen Dank für eure Antworten, die helfen mir wirklich weiter!

      Das Probekuscheln halte ich schon einmal auf meiner Liste fest und würde mich dann sehr gerne melden, @Tessa. Vielen Dank für das Angebot!

      @Sif&Idun ich hatte auf YouTube bereits ein anderes Video von dir gefunden, aber dieses neue Video ist ja ein kleiner Zuckerschock! :love: Es ist natürlich ein Traum, solch einen Familienverband mit unterschiedlichen Alterskonstellationen (ich meine ich hätte mindestens drei Generationen entdeckt, stimmt das?) zu beobachten und zu begleiten. Und wie entspannt und ruhig du die Kamera hältst und dabei den Flohzirkus hütest, genial!

      Ich würde in jedem Fall immer dafür sorgen, dass unsere Katze das Zimmer verlässt, sollte ich darüber nachdenken den Käfig zu öffnen :D

      Das die Buschis ein wenig rüpelhaft sind, habe ich auch gelesen - andererseits aber auch, dass die VG häufig simpel bzw. deutlich einfacher ist als bei den Mongolen. Von einfachem Zusammensetzen zweier Gruppen auf neutralem Gebiet und rascher Integration eines einzelnen Buschis in die Gruppe war zu lesen. Ist denn auch eine erneute Zusammenführung nach Streit gut machbar? Mit TG und Co kenne ich mich natürlich bestens aus, würde man auch so bei den Buschis vorgehen? :S
      Ich habe gelesen, dass es häufig innerhalb der ersten drei Monate bzw. innerhalb der ersten drei Monate nach Umzug/ Zusammenführung einer Gruppe stressig werden kann - das kennt man von den Mongolen ja auch. Führen diese Unstimmigkeiten in der Gruppe eher häufig dazu, dass eine Gruppe gänzlich zerbricht und geteilt werden muss oder einzelne Tiere entnommen werden müssen? Oder ist es eher eine Sache des Managements, Entschärfen der Einrichtung, mehrere Möglichkeiten anbieten etc.? Ich habe gelesen, dass es durchaus normal ist, dass die Gruppe getrennt schläft. Das ist bei den Mongolen ja schon eher ein mittleres Alarmzeichen. Oder trifft das nur auf "Sippen" zu, wie @Sif&Idun sie hält?

      Die Gremlins habe ich tatsächlich nie geguckt - da sind gleich zwei Genres vereint, die ich nicht sonderlich leiden kann (ne Horror-Komödie, was soll das denn bitte sein ;D ). Ich befürchte, ich werde da auch mal etwas recherchieren müssen :thumbup: Bei den Buschis lese ich mich in jedem Fall noch weiter ein!

      Wenn jetzt noch wer was zu Maushamstern zu berichten hätte, ich wäre richtig happy.

      alles liebe,
      jenjen

    • Huhu, wie @Tessa bereits vollkommen zutreffend geschrieben hat, ist @Sif&Idun die Buschi-Dealerin schlechthin :P Zu Tessas Weibertruppe habe ich von Sifi die Herren-Riege (Papa Neper bzw. Brüder, 4 Fellpopos).
      Und ja, sie können untereinander richtige A****löcher sein! Meine Nerven lagen nicht nur einmal blank. Verkleinern, Gegenstände raus, Aggressor in die TB, alles hatten wir durch. Mittlerweile hat jeder mindestens ein Ohr, was irgendwie "getackert" ist und an den Schwanzansatz gehen sie auch gern.
      Genauso herzerwärmend sind sie dafür zum KG (wobei ich davon ausgehe, dass es an Sifis Prägung in jungen Alter liegt. Dass alle Buschis so menschenbezogen sind, kann ich mir nicht vorstellen). Wenn die Tür aufgeht, warten sie gespannt, was denn da kommt.
      Was allerdings bei wohl gleichgeschlechtlichen Gruppen, wo keine Nestpflege etc. betrieben wird, der Fall ist, sie stehen echt spät auf. Wirklich spät! Meine Herren sind kaum vor 23 Uhr wach - leider.
      Trotz allem möchte ich sie nicht mehr missen - meine Krawallbrüder <3

    • Ich habe einen interessanten Beitrag zur Haltung von Sinai Stachelmäusen gefunden:

      schlaumaeuse.jimdofree.com/trainees/stachelm%C3%A4use/

      Vielleicht ändert der auch deine Meinung - auf einiges ändert sich der Blickwinkel, wenn man es vorher weiß. :)

      Liebe Grüße Pit-Pat
      (Pit und Pat - die Namen meiner ersten :gerbil:gerbil ) Foto meiner Lieblingsmaus Pat. <3
      Aktuell: Espresso :babyboy: & Mascherl :babygirl: | Ribisel :babygirl: |Lilo (übernommener vorläufiger Name) :babygirl:

    • Danke @Raftali, das hört sich auch nach wirklichen kleinen Rabauken an. Grundsätzlich ist deine Gruppe aber ebenfalls stabil, inklusive familiärer Unstimmigkeiten, die mal mehr und mal weniger auftreten? Und würdest du es auch so beschreiben, dass die besonders auffällige Zeit für Zoff in den ersten drei Lebensmonaten bzw. in den drei Monaten nach Umzug/VG/großer Veränderung ist?

      @Raftali und @Tessa wie alt sind eure Buschis jetzt? Sifi&Idun steht bereits auf meiner Dealer-Liste :thumbup: und Tessa, da du nicht weit wohnst, wäre das ja tatsächlich auch eine Möglichkeit.

      @Pit-Pat danke für den Link, das ist wirklich ebenfalls ein toller und sehr ehrlicher Erfahrungsbericht!

      Ach ich sehe schon, das wird nicht leicht!

      alles liebe,
      jenjen

    • Grundsätzlich stabil würde ich schon sagen - mit einem wachsamen Auge drauf, starken Nerven (!) und rechtzeitigem Einschreiten, wenn etwas auffällt. Woher hast du die Info mit den drei Monaten? Das kann ich nicht bestätigen. Die Herren sind jetzt fast genau ein Jahr bei mir. Die Raufereien sind eigtl. durchgängig. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Längere Ruhephasen, wo alles komplett harmonisch läuft, hatte ich nicht. Vielleicht bin ich da von meinen Mongolen auch verwöhnt und den schroffen Umgangston der Buschis miteinander nicht gewöhnt :)
      Neper ist am 28.02.2020 geboren, Thor und Loki am 19.11.2020 und Odin am 15.01.2021
      Die Flegelei anfangs ging von Loki aus, mittlerweile von Odin.

    • Raftali schrieb:

      Woher hast du die Info mit den drei Monaten? Das kann ich nicht bestätigen. Die Herren sind jetzt fast genau ein Jahr bei mir. Die Raufereien sind eigtl. durchgängig. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Längere Ruhephasen, wo alles komplett harmonisch läuft, hatte ich nicht.
      @Raftali ohje, erwischt. Ich war mir sicher, ich hätte es auf der Seite des Mäuseasyls gelesen, finde es aber gerade absolut nicht wieder. Mag sein, dass es in einem der Forenbeiträge war. Aber da dies ja nun von mehreren auch anders geschildert wird, würde ich mich selbst nicht verlässlich auf diese Info stützen wollen.

      Muss man denn so dermaßen auf der Hut sein, dass Streitereien auch gerne mal zum Tod eines Tieres führen? Ich muss ja auch dahingehend planen, dass ich vielleicht mal in den Urlaub fahren möchte und die Urlaubsvertretung im Zweifel Entscheidungen treffen muss. Oder bleibt es "nur" bei angetackerten Ohren und kaputten Schwänzen (was ja schon traurig genug ist ;( )?

      Die Streitereien bei meinen - zuletzt immer nur zwei - Mongolen hielten sich meiner Meinung nach auch in Grenzen, man musste sie im Blick haben und sich auf die ein oder andere Re-VG oder Neu-VG einstellen. Wäre Gruppenhaltung weiterhin genauso möglich wie Ende der 90er/Anfang der 2000er (zumindest habe ich es so gut praktizieren können), würde in jedem Fall auch wieder eine Gruppe Mongolen einziehen.

      Ich lese fleißig die Buschithreads in den anderen Unterforen.

      alles liebe,
      jenjen

    • Nein, auf drei Monate beschränkt sich das sicher nicht, da kann ich nur zustimmen.
      Ich habe die Mama, geboren Juni 2020 und zwei ihrer Töchter, geboren 15.01.2021, also gerade beide ein Jahr alt geworden. Eingezogen ist die Gruppe im Februar letzten Jahres und seitdem gab es Reibereien, mal mehr, mal weniger. Tajet war eigentlich immer unbeteiligt, Streit gab es zwischen Mama Iat (die Stress aus dem Weg geht und nie Contra gegeben hat) und Tochter Dalia, die doch heftig geflegelt hat und Mama Iat das Leben schwer gemacht hat, aber es waren klare Rangeleien um die Rangordnung.
      Da aus meiner Gruppe mittlerweile zwei von drei Tieren gesundheitlich angeschlagen sind, nämlich Dalia und Iat, gibt's hier nur noch kleine Zickereien, nicht der Rede wert. Verletzen ist eh nicht ohne obere Frontzähne. Wie sich das mit drei gesunden Tieren entwickelt hätte, kann ich natürlich nicht sagen.

      Ich musste Gott sei Dank nie groß einschreiten, bin von den Persern und den Mongolen aber auch kein regelmäßiges Geboxe und Gepiepse gewohnt gewesen und natürlich hab ich auch immer gut beobachtet. Ich habe durch die Perser Erfahrung in der Großgruppenhaltung, das kam mir auf jeden Fall zugute.

      Ich liebe meine Buschis abgöttisch und möchte sie nicht mehr missen. Wenn man weiß das es schwierig werden kann und auch damit leben kann, wenn sie vielleicht doch später aufstehen, dann sind es wunderbare kleine Herzensbrecher. Und wie gesagt, man kann viel von ihnen lernen.

      Darf ich fragen warum du Perser für dich ausschließt? Und was wäre mit Wagners? Klettern gern, super in Gruppen zu halten, sehr zahm, also was ich so von Sifi gehört habe könnten die doch auch interessant sein für dich.

    • Nein, ich züchte momentan nur Buschis, Blasse und Wagner. Für ein Perserzuchtpaar stehe ich auf der Warteliste, aber ich noch züchte ich sie nicht. Etwas Geduld bitte.

      Also bei mir gibt es nur Streits bei hormonellen Unruhen, wenn die Halbstarken an der Rangfolge rütteln oder gerade ein neuer Wurf kam. Die Buschis sind da ziemlich grob zueinander, das kann richtig scheppern, aber wenn die Rangfolge geklärt ist, legen sie sich trotzdem blutend zusammen auf den Heizstein und alles ist wieder gut. Bei Mongolen wäre es undenkbar, die Gruppe nach Bissen zusammen zu lassen. Aber bei Buschis ist sowas gleich wieder vergessen. Blöd ist es nur, wenn man zwei sehr dominante Tiere in der Gruppe hat, die immer wieder um die Chefposition kämpfen.

      jenjen schrieb:

      Es ist natürlich ein Traum, solch einen Familienverband mit unterschiedlichen Alterskonstellationen (ich meine ich hätte mindestens drei Generationen entdeckt,
      Papa, Mama, ihr erster Wurf (3 Tiere) und ihr zweiter Wurf (5 Tiere).


      Ich habe zerstrittene Buschis nie versucht, mit dem alten Streitpartner zu vergesellschaften, aber VGs sind tatsächlich sehr einfach. Jungtiere untereinander oder eine Gruppe von Jungtieren mit einem Adult kann man eigentlich problemlos ohne irgendwelchen Zirkus vorneweg zusammensetzen. Bei Erwachsenen Neuverpaarungen geht es einen Tag ans Trenngitter und dann wird nach 10 Minuten zusammen geknuddelt. Ganz unkompliziert. Da kann ich aber nur für meine Tiere sprechen, die immer sehr lange im Clanverband sozialisiert werden.

      Getrennt Schlafen erlebe ich in zwei Fällen - es gibt Nachwuchs und Mami will ein paar Tage Ruhe, oder aber ein Teil der Gruppe pennt gleich auf dem Heizstein, während der andere Teil der Gruppe lieber verbuddelt im Nest pennt. Nix dramatisches.
    • Man, ihr macht es mir echt schwer und das ist auch genau gut so, denn ich möchte da wirklich eine fundierte Entscheidung treffen für meine "Anforderungen" und natürlich in erster Linie für die Tiere. Danke für den ganzen Input!

      Sif&Idun schrieb:

      Ich habe zerstrittene Buschis nie versucht, mit dem alten Streitpartner zu vergesellschaften, aber VGs sind tatsächlich sehr einfach. Jungtiere untereinander oder eine Gruppe von Jungtieren mit einem Adult kann man eigentlich problemlos ohne irgendwelchen Zirkus vorneweg zusammensetzen. Bei Erwachsenen Neuverpaarungen geht es einen Tag ans Trenngitter und dann wird nach 10 Minuten zusammen geknuddelt. Ganz unkompliziert. Da kann ich aber nur für meine Tiere sprechen, die immer sehr lange im Clanverband sozialisiert werden.
      Das hört sich alles sehr realistisch und machbar an, wenn man - auch nachdem was die anderen zu den Flegeleien schreiben - etwas Blut sehen kann und durchgreifen kann, wenn nötig. Da würde ich mich als sehr robust einschätzen.

      Tessa schrieb:

      Darf ich fragen warum du Perser für dich ausschließt? Und was wäre mit Wagners? Klettern gern, super in Gruppen zu halten, sehr zahm, also was ich so von Sifi gehört habe könnten die doch auch interessant sein für dich.
      Von Wagners habe ich bislang eher gelesen, dass man sie nicht so gut in der Gruppe halten kann und wenn, dann nur gemischtgeschlechtlich, wobei die Damen untereinander auch aggressiv sein sollen wenn ein Männchen dabei ist. Wenn Sifi da andere Erfahrungen gemacht hat, wäre ich durchaus daran interessiert mehr zu erfahren!

      Grundsätzlich habe ich mir halt auch die Frage nach 1. dem Bezug (gibt es genug Halter und Züchter oder gibt es sogar Tiere im Tierschutz?), 2. genügend "Auswahl" falls Trennung und Neu-VG notwendig und 3. wie realistisch ist es einen sehr guten TA zu finden, der sich auch noch mit "besonderen" Arten auskennt? Daher hatte ich mich zunächst auf Sinai, VZM, Buschis und den Maushamster beschränkt, die Maushamster wären dabei die exotischsten gewesen (hier habe ich tatsächlich auch noch keinen guten Ansprechpartner gefunden). VZM sind inzwischen auch ausgeschieden (u.a. wegen der starken Neigung zur Warzen - weiß jemand ob hier geklärt ist, ob dies auch an Überzüchtung liegt?)

      Perser habe ich aufgrund der großen Nageaktivität und des doch immensen Platzbedarfs ausgeschlossen (jedenfalls daran gemessen, was ich mir dann für solch große Vertreter vorgestellt habe). Ich hatte wirklich Bedenken, dass sie sich durch meinen Aufsatz hinausfuttern und unbemerkt auf unsere Katze treffen. Außerdem sollen sie ja eher nachtaktiv als dämmerungs- und nachtaktiv sein. Da die Behausung in unserem Wohnzimmer steht, wäre dies alles kein Problem, es wäre dennoch schön wenn ich sie am frühen Abend mal zu Gesicht bekäme :D

      Aaaaber ich habe gerade mal mit meinem Mann beratschlagt. Der ist natürlich schwer begeistert *nicht*, hat aber sein Einverständnis gegeben, dass ich die Ecke, in der unsere Kombination aktuell steht, verbauen darf wie ich möchte. Daraus ergibt sich die Chance auf ein Gehege mit max. 130cm Breite, 50cm Tiefe und bis 205cm Höhe - wobei ich bei der Höhe gerne 35 cm abziehen wollen würde um auch noch etwas Equipment verstauen zu können. :thumbsup: Jetzt schwirrt mein Gedankenkarussell. Ich könnte dann ja mein aktuelles Gehege behalten und dieses nach etwas Überredungskunst ins Arbeitszimmer stellen und dann sogar womöglich meine Feli behalten und neu vergesellschaften ... :saint:

      @Tessa magst du mir vielleicht eine Nachricht schicken mit der Info, wo in der Nähe von Münster du wohnst? Dann würde ich mal nach einem "Schnupperdate" gucken können? Und hast du für deine Arten eine Top-TA-Empfehlung? Ich bin mit meiner zufrieden, meine nun verstorbene Maus haben sie sehr gut am Ohr operiert und auch mit meinen anderen Tieren bin ich sehr zufrieden dort, aber spezielle Fälle fordern ja manchmal noch spezialisiertere Docs.

      alles liebe,
      jenjen