Augen und Atmung - nochmal zur Tierärztin?

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    • So nun sage ich dir was zu den Tierärzten. Meine ist spezialisiert auf Exoten und Kleinnager. Sie hat mir gesagt das im Studium Kleinnager höchstens mal angekratzt wird mehr nicht. Das heißt wenn jemand Kleinnager behandelt muss er sich auf eigene Faust fortbilden. Wenn ein Tierarzt das nicht tut wird er spezielle Sachen bei Mäusen nicht behandeln können.

      Das heißt suche dir einen Tierarzt der auf Exoten spezialisiert ist. Sowas steht oft dabei wenn man im Internet nachschaut. Zumindest ist es bei meiner so. Alles andere tut weder deiner Maus noch deinem Geldbeutel gut.

      Es kann auch sein das man dafür weitere Wege in Kauf nehmen muss. Ich kann nur raten warum es nicht viele davon gibt. Aber ich habe am eigenen Leib erfahren müssen was passiert wenn man nicht den richtigen hat. Meine Luna könnte heute noch leben wenn ich gleich zum richtigen Tierarzt gefahren wäre. Mein alter konnte einen erbsengroßen Tumor am Eierstock nicht von einer Lungenentzündung unterscheiden. Als ich bei Fr. Dr. Stöhr war kam leider jede Hilfe zu spät und ich konnte sie nur noch einschläfern lassen.

      Sie hat Luna auch ganz anders behandelt. Sie hat sie zum ersten Mal richtig untersucht und abgetastet. Die andere hat sie nicht mal angefasst nur abgehört und auf Verdacht Medikamente gegeben.

      Wenn du wirklich Hilfe willst dann suche dir einen der wirklich mit Exoten kann. Auch wenn es bedeutet etwas weiter zu fahren. Alles andere ist wenig sinnvoll und bedeutet nur unnötig viel Stress für deine Tiere

    • Rosinchen geht es inzwischen deutlich besser, das Metacam scheint ihr gut zu helfen. Sie ist immer noch ziemlich dünn, aber sie verhält sich wieder aktiver und die Augen sehen auch besser aus.

      Nur leider habe ich nur noch wenig Hoffnung für Finja. Ihr Bauch wird immer dicker. Ich war am Mittwoch nochmal mit ihr beim TA, da wog sie 10g mehr als eine Woche zuvor. Der TA vermutete Wassersucht und hat mir ein Mittel dagegen gegeben, dass ich ihr jetzt täglich gebe, aber ich sehe noch keine Verbesserung. Sie ist auch lange nicht mehr so mobil wie sonst und lässt sich ganz leicht mit der Hand einfangen, was vor ein paar Wochen noch unmöglich war. Ich sehe sie auch viel weniger, sie kommt nicht mehr zuverlässig zum Füttern. Die Medizin zu geben ist dadurch auch stressig, weil sie sich die meiste Zeit irgendwo verkriecht.

      Ich habe heute den Käfig sauber gemacht und jetzt ganz niedrig eingestreut, so dass ich die zwei besser im Blick habe. Ich habe dabei auch eine "seniorengerechte" Rampe eingebaut, so dass es leichter ist, die Etagen zu erreichen, und ich lege das Essen, das sie sich sonst mühsam zusammensuchen müssen, dort hin, wo sie es einfach finden können.

      Ich hoffe, dass Finja noch die Kurve kriegt, aber ich stelle mich innerlich schon ein bisschen darauf ein, dass es zu Ende gehen könnte.

      Nadja Peppi schrieb:

      Suche dir einen der wirklich mit Exoten kann. Auch wenn es bedeutet etwas weiter zu fahren. Alles andere ist wenig sinnvoll und bedeutet nur unnötig viel Stress für deine Tiere
      Danke für deine Erfahrung. Ich fühle mich bei unserer TA-Praxis gut betreut und ernst genommen. Die verschiedenen TÄ, die wir dort hatten, haben die Mäuse alle gründlich untersucht, abgetastet und abgehört. Sie besprechen mit mir, was möglich und was sinnvoll ist und ich habe das Gefühl, dass sie mir eine realisische Einschätzung der Risiken geben.
    • Welches Mittel hast du bekommen? Furosemid?
      Dosierung nachgerechnet?

      Es kann ein bisschen dauern bis das Wasser raus ist, aber du solltest sehen, dass sie mehr Harn absetzt und auf der Waage sollte es sich auch bemerkbar machen. Wenn du sie für die Medi-Gabe sowieso rausholen musst, solltest du sie auch schnell wiegen, damit du eine Kontrolle hast. Das macht den Kohl dann auch nicht mehr fett.

    • Tinkadora schrieb:

      Ich war am Mittwoch nochmal mit ihr beim TA, da wog sie 10g mehr als eine Woche zuvor. Der TA vermutete Wassersucht und hat mir ein Mittel dagegen gegeben
      Schade, dass der TA nicht imstande zu sein scheint, ein Röntgen von der Maus hinzukriegen, um den Befund abzuklären.
      Das könnte auch eine/mehrere Ovarienzysten sein. Wie so was von innen aussieht, kannst Du hier betrachten.
      Versierte Tierärzte haben es auch schon hingekriegt, sowas zu entfernen, ohne dass die Maus dabei stirbt.

      Alternativ dazu - wenn es so eine Riesenzyste ist, die im Röntgen sehr gut zu erkennen wäre, könnte man durch Punktieren und Absaugen der Flüssigkeit die Größe verringern, was aber nur temporär Abhilfe schafft, da sich diese wieder füllen wird.
      Im Falle solcher Ovarienzysten ist die Behandlung mit Entwässerungsmittel völlig sinnlos.

      Ab einer gewissen Größe drückt diese die anderen Organe zusammen, vom Darm über Magen bis zur Lunge, Schmerzen, geringe bis keine Nahrungsaufnahme und Atemprobleme sind die Folge, was Dahinsiechen mit letalem Ausgang bedeutet. Schmerzen dürften vorliegen, da die Gabe von Schmerzmittel anschlägt.

      Falls das Entwässerungsmittel nicht hilft, würde ich die Maus einschläfern lassen, um ihr weiters Leid zu ersparen, falls nicht eine der obigen Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommt.
      Derzeit ohne :gerbil:gerbil:gerbil:gerbil:gerbil . Alle 49 erfolgreich totgepflegt ;(
      Meine Erfahrungen müssen nicht mit jenen anderer Poster*innen oder gängigen Forenmythen im Einklang stehen.
    • Sehe ich genauso wie Gerbilus. Mein Vertrauen der falschen Tierärztin hat wahrscheinlich meiner Luna das Leben gekostet und der Abgang von ihr war wirklich nicht schön.

      Es ist genauso gekommen wie Gerbilus gerade geschrieben hat. Bei uns war es ein Ovarienkarzinom was durch falsche Behandlung fröhlich vor sich hin wachsen konnte und Luna förmlich die Luft zum Atmen nahm.

      Bitte suche dir einen TA der röngt oder einen Ultraschall machen kann wenn du deiner Maus eine Chance geben willst. Wenn nicht dann lasse sie nicht leiden.

    • Gerbilus schreibt von einer Zyste, war es bei Luna eine Zyste oder ein Karzinom. Denn Karzinome sind meist bösartig, so dachte ich jedenfalls. Da hätte wahrscheinlich nicht einmal eine OP geholfen, wenn nicht alles entfernt werden kann oder es schon gestreut hat.

      R.I.P. :rainbow:Cookie, Anton, Aynur, Tengis, Beethoven, Oskar, Kayuqtuq, Dzengis, Tsu'tey, Kevin, Einstein, Tugay, Natsu, FeiFei, Delsin, Tselmeg, Oonagh, Gorbi, Hugo, Tulip, Pasqualina, Kuruk, Aruun, Bröckchen, Ephren, Methap, Mimiteh, Naghmeh, Emmi, Arved, Saru'ul, Shy, Tulip, Negin, Feras, Shiraz, Mehwish :love::love:

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    • Tumore am Eierstock sind bei Rennmäuse häufig sehr gut zu operieren, auch in sehr späten Stadien noch, weil sie oft erst sehr spät mit irgendwas anderem verwachsen. Solange sie nur am Eierstock hängen, nimmt man das einfach komplett raus.
      Ebenso bei Zysten am Eierstock. Das Argument mit dem Streuen - selbst wenn es gestreut hat, die OP kann der Maus trotzdem noch ein fröhliches halbes Lebensjahr bescheren, bevor sich die neuen Tumore etabliert haben. Überleg mal, wieviel ein halbes Jahr für eine Maus ist - 25-33% ihres Lebens!

    • Jetzt kann ich es leider nicht mehr ändern . Beim nächsten Mal reagiere ich früher und gehe gleich zur richtigen Tierärztin. Ich will nur sagen das je früher man genau hinschaut ,eine Operation wenn sie nötig ist ,besser durchzuführen ist.

      Wenn man allerdings seinen Tierarzt nicht hinterfragt und alles glaubt ,bzw mit dem zufrieden ist was er sagt und macht, kann es für die Maus zu spät sein.

    • Das ist gut zu wissen, dass ein Eierstockkarzinom gut zu operieren ist.

      Vermutlich würde da meine TÄ operieren, ich hatte das bisher bei den Mädels nicht, deshalb bin ich davon ausgegangen, da bringt eine OP nichts.

      Gut, wieder etwas dazu gelernt :thumbsup:

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    • @moni1610 Natürlich hatte ich auch noch keine repräsentativen Zahlen, aber ich habe jetzt zweimal erlebt, dass entweder die Größe des Tumors oder die erheblichen Begleiterscheinungen nahelegten, dass die Maus die Op nicht mehr überstehen würde, und dass Gebärmutter und Eierstöcke samt Tumor dann als Gesamtpaket entnommen werden konnten ohne schon irgendwo verwachsen zu sein und die beiden Mäuse nach der OP zwar völlig am Ende, nach einer Woche dann aber wieder unter den Lebenden waren und quietschfidel weitermachten, als sei nichts geschehen.
      Bei Maus 1 war der Tumor fast 3 Zentimeter groß und von der Maus nach der OP gefühlt kaum noch was übrig, und bei Maus 2 waren bereits alle inneren Organe mit irgendwas (?) besiedelt, so dass der ganze Bauchraum gespült werden musste. Die hat jetzt ihren dritten Geburtstag gefeiert und ist eine der fidelsten ihres Jahrgangs.
      Außerdem hatte ich zwei Mäuse, bei denen Gebärmutter und Eierstöcke aus anderen Gründen entfernt werden mussten, auch die haben das gut überstanden. Die eine ist vier Jahre alt geworden, die andere hat demnächst ihren dritten Geburtstag und tyrannisiert nach wie vor mit großer Freude ihren Ehemann.