Zwerghamster oder Rennmaus ?

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    • Zwerghamster oder Rennmaus ?

      Hallo liebes Forum !

      Ich bin relativ neu hier, bzw. schon länger angemeldet aber lange nicht mehr aktiv gewesen.

      Ich spiele mit dem Gedanken einen oder mehrere Nager bei mir einziehen zu lassen.
      Erfahrung in Sachen Nager habe ich schon gesammelt. Als Kind hatte ich den obligatorischen Goldhamster (wie ich hier erlesen habe, habe ich den absolut nicht Tiergerecht gehalten ;( )
      Außerdem hatte ich schon Meerschweinchen, sowie Ratten und Rennmäuse.

      Nun habe ich den erneuten Wunsch nach etwas flauschigem mit Nagezähnen :D
      Allerdings sollen die Tierchen natürlich auch artgerecht gehalten werden.


      Ich habe ein Aquarium mit den Maßen 100x40x40

      Nun meine erste Frage dazu. Ist dieses Maß überhaupt ausreichend für 2 Rennmäuse bzw. 1 Zwerghamster ?
      Ich nehme an das dieses Maß für einen Goldhamster zu klein ist oder ?


      Allerdings bin ich mir nicht schlüssig welches Tier es nun werden soll (sofern mein Aquarium die passende Größe hat)


      Könnt Ihr mir bei der Entscheidungsfindung helfen ?

      Von Rennmäusen weiß ich das diese teils Tag teils Nachtaktiv sind.
      Hamster hingegegen sind nur nachtativ.


      Gibt es großartige Unterschiede in der Haltung/Pflege dieser beiden Tierarten ?

      Gibt es ein pro/contra der beiden Tiere ?

      Gibt es Besonderheiten ?

      Über eure Antworten freue ich mich !


      Kennt Ihr Seiten auf denen "Not-Hamster oder Not-Mäuse" vermittelt werden ?
      Ich möchte nicht unbedingt in den Zoohandel, weil dadurch die "Tier-Industrie" noch weiter angekurbelt wird.

      MfG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Paraman ()

    • Hallo Paraman,

      erst einmal finde ich es toll, dass du dich im Vorfeld informierst und dann auch noch einem Notfellchen ein neues Zuhause geben möchtest. :thumbup:

      Ich habe selber viele Jahre lang Rennmäuse gehalten, bevor ich dann irgendwann zu den Hamstern "gewechselt" bin und mittlerweile bin ich sogar als Pflegestelle der Hamsterhilfe Nord tätig.

      Ein paar Unterschiede gibt es in der Haltung von Rennmäusen und Hamstern schon. Die größten sind wohl, dass Hamster in der Regel (es gibt es paar wenige Ausnahmen) absolute Einzelgänger sind, Rennmäuse hingehen muss man auf jeden Fall mind. zu zweit halten.
      Dann sind Rennmäuse, wie du ja selber schon gesagt hast, sowohl tag- als auch nachtaktiv. Bei Hamstern kommt es ein bisschen auf die Art an. Mittelhamster (also Gold-/Teddyhamster) sind fast ausschließlich nachtaktiv (wobei Aufstehzeiten ab 19 Uhr keine Seltenheit sind, allerdings kann es genau so gut sein, dass sie sich erst ab Mitternacht oder später blicken lassen), Zwerghamster hingegen sind auch öfter mal tagsüber anzutreffen, wobei sich das dann häufig wirklich aufs Futtersammeln oder mal eine kleine Kontrollrunde drehen beschränkt.

      Da muss man halt wissen was man möchte.

      Futtertechnisch sind die sich grob recht ähnlich. Es gibt Trockenfutter und Frischfutter, beiden haben zusätzlich tierischen Eiweißbedarf in Form von z. B. getockneten Mehlwürmern. Vor allem bei den (Hybriden-)Zwerghamstern ist noch zu erwähnen, dass man auf eine Diabetes-geeignete Ernährung achten muss, da sie ein stark erhöhtes Risiko haben, daran zu erkranken. Das sind aber nur Kleinigkeiten (z. B. keinerlei Obst füttern, im TroFu sollten auch kein getrocknetes Gemüse vorhanden sein, etc.), die z. B. kostentechnisch nicht weiter erwähnenswert sind.

      Ein Pro und Contra muss sicherlich jeder für sich beantworten, da kommt es ja auch darauf an, was man selber möchte.

      Also bei uns ist es so, dass wir selber (also die Hamsterhilfe Nord) nicht unter 100x50 cm vermitteln. Aber vielleicht wäre es ja für dich möglich dein jetziges 100x40 cm zu verkaufen und auf 100x50 cm umzusteigen?
      Allerdings und das will ich dir nicht unterschlagen, gibt es noch andere Nothilfeorganisationen, die auch auf 100x40 cm vermitteln. Da müsstest du dann einfach mal schauen.

      Den Link zu unseren Vermittlungstieren findest du in meiner Signatur, vielleicht magst du ja mal reinschauen. :love:
      Verlieben ist ausdrücklich erwünscht.
      Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne jederzeit an mich wenden.

      Viele Grüße
      mousely






    • Hallo ^^

      Ich halte jetzt selbst seit ca. einem Jahr Rennmäuse (aktuell zwei Pärchen) in einem Eigenbau (Ist ein Vieleck und i-wie schwer zu beschreiben^^) und in einem 100x40 Becken mit selbstgebautem Aufsatz. Diese Aufsätze hat man auch ohne viel handwerkliches Geschick schnell selbst gebaut und dann ist ein 100x40 Becken für zwei Renner total in Ordnung. Natürlich freuen sie sich über mehr Platz immer :)
      100x40 ist auch die vom Tierschutz vorgeschriebene Mindestgröße, auf der man Zwerghamster halten sollte. Gerade Roborowski Zwerghamster freuen sich jedoch über mehr Lauffläche, während die anderen wie Dsungis sich über mehr Platz zum Buddeln und Klettern sehr freuen. Im Allgemeinen gilt auch hier, je mehr desto besser.
      Allerdings finde ich wie gesagt, dass ein 100x40 Becken für beide ein guter Start ist und mit ein bisschen Bauen und Kreativität wird es auch ganz schnell zur Wohlfühloase für egal wen von beiden du rein setzt :)
      Es gibt hier im Forum ganz viele tolle Anregungen und Hilfen für sowas :)
      Bei der Frage was nun rein soll kann ich dir nicht wirklich helfen. Ursprünglich hatte ich auch geplant mir einen Dsungi zu kaufen, allerdings war es bei meinen beiden ersten Rennern dann Liebe auf den ersten Blick (sind Abgabis :) )
      Und schwupps folgte den ersten zwei gleich ein zweiter Renner, den ich von einem Typen weggeholt hatte, der ihn alleine viel zu klein gehalten hat. Er ist gerade erfolgreich vergesellschaftet und sie sehen beide nicht aus, als wären sie mit ihrem 100x40 unzufrieden ;) Dank Aufsatz ist auch ein großes Laufrad, viel Einstreu und Sandbad/Wassernapf sauber halten kein Problem ;)
      Du siehst manchmal suchen sich die Tiere ihre Halter aus ^^
      Nun hatte ich selbst noch nie Hamster, kann dir also nur mit Literaturwissen dienen, allerdings unterscheiden sich Rennmäuse und Zwerghamster offentsichtlich in der Haltung gar nicht so sehr :)

      Es grüßen Speedy und Blacky, Pinky und Brain und die Körnergeberin :)

      Es grüßen euch ganz herzlich:


      Speedy und Blacky,
      Molly
      uuuund
      Socke, Sky und Shadow :heart:






    • Hallo!

      Ich halte seit vielen Jahren Rennmäuse. Nach rund 2 Jahren Dauerstress mit schlecht sozialisierten Rennern hatte ich dann letztes Jahr beschlossen, mein zweites - leer gewordenes- Aqua (100 x 40 cm) nicht wieder mit Rennern, sondern mit was Einzelgängerischem ohne Streitpotential zu bestücken. Gereizt hatten mich erst Goldhamster oder Chinesischer Streifenhamster. Für ersteren ist das Becken jedoch definitiv zu klein, der Chinese erwies sich als schwer zu erhalten und dann wurden in einem Tierheim in meiner Nähe Dsungaren abgegeben, und so zog dann vor einem halben Jahr eine Dsungaren- bzw. Hybriddame ein.

      Zu den Unterschieden: ich war anfangs echt überrascht, wie groß die sind, und damit meine ich jetzt nicht, dass Hamster Einzelgänger sind. Abgesehen davon sind die "harten" Fakten auch relativ ähnlich: zum Futter und zum Schlafrhythmus hat mousely ja schon geschrieben. Aqua-Reinigung ist beim Hamster noch seltener angesagt als bei den Rennern - zumindest wenn er wie meiner nur ins Laufrad pinkelt. Ich hab die komplette Streu bislang nur 1x ausgetauscht, und sonst nur das Rad bzw. einzelne Gegenstände nach Bedarf gereinigt. Aber da sind ja auch die Renner jetzt nicht so arbeitsintensiv.

      Es ist mehr das Wesen bzw. die Wesensart. Es sind einfach komplett verschiedene Tiere: das fing am 1. Tag beim Reinsetzen ins Aqua an: ich hatte eigentlich erwartet, dass der Hamster jetzt das Becken durstöbert und alles erkundet - so wie (fast alle) Renner, wenn man sie in einen unbekannten Käfig setzt. Stattdessen verschwand Laika im nächstgelegenen Haus und schlief erstmal 2 Stunden. Auch danach bewegte sie sich sehr vorsichtig erstmal nur auf bekannten Wegen. Die ersten Tage pendelte sie nur zwischen dem Haus, dem Futternapf und dem Laufrad hin und her. Bis sie wirklich mal an jeder Stelle im Aqua war vergingen Wochen. Stellt man im Aqua was um oder macht was sauber, ist sie sehr irritiert.
      Ähnlich war's dann viel später beim Auslauf: erstmal langsam, erstmal nur wenige Strecken und dann nach und nach das Terrain ausweiten.

      Wenn meine Renner wach sind, weiß ich das, auch ohne ins Becken zu sehen: es raschelt, es knackt, man hört sie die Etagen hoch und runter springen. Beim Hamster höre ich allenfalls das Drehen des Laufrades. Irgendwie schafft der es, sich völlig geräuschlos durch die Streu zu schlängeln. Man muss wirklich genau das Aqua absuchen um festzustellen, ob er wirklich schläft. Auch Fressen geht fast lautlos. Irgendwie wirkt der Hamster beim Rumgruscheln meist gelassener und ruhiger als die Renner.

      Laika liebt Klettern (gerne auch auf allen vieren unten an der Aqua-Abdeckung entlang :S ) und Balancieren. Dass sie es nicht kann stört sie dabei überhaupt nicht. So oft sie auch runterplumpst, es geht sofort wieder hoch. Da sie mit ihren Stummelbeinchen wesentlich plumper und ungeschickter ist als Renner, muss man echt aufpassen. Rennern sagt man ja nach, dass sie Höhen schlecht einschätzen können. Meiner Erfahrung nach trifft das - abgesehen von Jungtieren - nicht wirklich zu. Bei größeren Höhen schauen sie durchaus und schätzen ab - und wenn sie dann springen hatte zumindest ich immer den Eindruck, dass sie es bewusst tun. Ich hatte in all den Jahren nie eine Rennmaus, die einfach lockerflockig über die Sofakante rausspaziert ist - so wie mein Hamsterlein. Was den Hamster natürlich nicht davon abgehalten hat, gleich wieder aufs Sofa zu wollen. Das Auslaufzimmer ist eigentlich nagersicher ausgestattet, ich habe dort früher jahrelang Renner frei laufen lassen, aber für den Hamster musste ich einiges umrüsten.

      Was ich damit ausdrücken will: die "harten Fakten" (Kosten, Aufwand) sind relativ ähnlich, aber die Tiere sind ganz anders. Was einem jetzt lieber ist, ist Geschmacksache. Je nachdem was man halt will.
      Als "Vorteil" bei Renner würde ich sagen, dass man Sozialverhalten beobachten kann, dass sie tagsüber öfters wach sind, nicht so sensibel auf Veränderungen im Aqua reagieren und dass insgesamt mehr "Action" im Aqua ist.
      Für den Hamster spricht für mich, dass man keine Angst vor streitenden Tieren haben muss (da Einzelgänger), und dass man deshalb auch problemlos Auslauf geben kann. Und so ein Hamsterlein zu beobachten, wie es mit immer voller werdenden Backen durch's Zimmer wuselt und Futter einsammelt, macht einfach Spaß :)

      Betonen möchte ich jedoch nochmal, dass sich meine Hamstererfahrung ausschließlich auf das halbe Jahr mit meiner Dsungi-Dame beziehen. Ich hatte noch nie einen anderen Hamster und kenne auch niemanden mit Hamster. Von daher weiß ich nicht, inwieweit meine Eindrücke repräsentativ sind, oder ob Laika hie und da aus dem Rahmen fällt. Auch über die anderen Hamsterarten (Campell, Robo etc.) kann ich nix sagen bzw. könnte nur angelesenes nachplappern.

      Zur Aqua-Größe: wie oben gesagt, für einen Goldhamster ist ein 100er definitiv zu klein. Für einen Zwerghamster halte ich es persönlich für ausreichend. Sicher, es ist kein Luxus-Heim, aber ich wohne auch nicht in einer Villa mit Pool. Und ein späterer Ausbau/Neukauf ist ja nie ausgeschlossen ;)

      Ich hoffe, ich konnte Dir ein bißchen weiterhelfen!

      Gruß

      Grauwölfin

      Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgehen wird, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht (V. Havel)
    • Hallo,

      ich möchte mich gerne der Diskussion anschließen, weil ich auch überlege, von Rennmäusen zum Hamster zu wechseln.

      Ich habe ein Becken Größe 80x50x50 aus Glas mit großem Gitteraufsatz. Für einen Zwerghamster ginge das vermutlich - mit Etagen etc.

      Für einen Goldhamster würde ich mich nach einer größeren Behausung umschauen.

      In dem Info-Teil über Hamster habe ich gelesen, dass sie Änderungen in ihrem Heim sehr stressen würden. Sie mögen am liebsten, wenn alles so bleibt wie es ist - einschließlich ihrem "Stallgeruch".
      Da ich ein paar Mal im Jahr in Urlaub fahre und keinen direkten Sitter habe, würde ich das Tier zu einer Sitterin bringen. Wäre das für den Hamster zu stressig?
      Bei meinen Rennmäusen war das nicht so problematisch.

      LG
      Leopardin