Geeignete Futtermittel

Geeignete Futtermittel

Geeignete Futtermittel

Bild: rennmaus.de 

Was macht ein Futtermittel geeignet? Was sollte man lieber nicht mehr verfüttern? Dieser Artikel gibt hilfreiche Tipps zur Auswahl geeigneter Futtermittel

Im Zoofachhandel werden viele verschiedene Mischungen für Hamster angeboten. Um den Hamster gesund und artgerecht zu ernähren, ist die genaue Zusammensetzung des Futters von großer Bedeutung.

In vielen Fertigfuttermischungen sind bunte Bestandteile enthalten. Diese mögen für das menschliche Auge ansprechend aussehen, gesund sind sie meist nicht. Als Faustregel gilt: je weniger Farbe, desto gesünder. 

  • Kann in die Verpackung hineingeschaut werden oder ist auf dessen Vorderseite nur ein hübsches buntes Bild zu sehen, anhand dessen das Aussehen des Futters nur erahnt werden kann?
  • Besteht das Futter aus einem hohen Anteil an bunten oder farbig hervorstechenden, aber nicht eindeutig identifizierbaren Stücken?
  • Enthält das Futter viel Weizen?
  • Sind in dem Futter viele Sonnenblumenkerne oder Nüsse enthalten?
  • Sind auf der Zutatenliste Melasse oder nicht näher erklärte Nebenprodukte genannt?
  • Ist das Futter staubig?
  • Riecht es alt?

Falls die oben gestellten Fragen mit Ja beantwortet werden, ist das Futter nicht zur Verfütterung an den Hamster zu empfehlen.

Gutes Futter riecht aromatisch, enthält zu einem Großteil verschiedene Getreidesorten sowie Kräuter und Sämereien. Wenig oder keine Nüsse und Kerne sind sinnvoll, können aber auch herausgesucht und als Leckerchen gegeben werden. Ölsaaten sollten nur wenige enthalten sein.

Ein Keimtest verrät schnell die Qualität des gekauften Futters. Ein feuchtes, auf einem Teller glatt ausgelegtes Küchentuch dient als Unterlage. Ein bis zwei Esslöffel der Futtermischung werden auf das Küchentuch gestreut und in den folgenden Tagen gut feucht gehalten. Wenn sich Keimlinge entwickeln, ist das Trockenfutter frisch und von guter Qualität. Keimlinge dürfen ebenfalls mit verfüttert werden. Allerdings sollte der Hamster langsam an Keimlinge gewöhnt werden.

Vorsicht bei Schimmelpilzbildung auf Keimlingen. Dieser wird durch einen weißlichen Belag erkannt. Von Pilzen befallene Keimlinge dürfen nicht verfüttert werden.

Der große Vorteil von selbst gemischtem Futter ist die Kontrolle über die Inhaltsstoffe. Oft scheitert jedoch das Mischen des optimalen Futters an der Beschaffung der Inhaltsstoffe.

Die richtigen Bestandteile erhält man im Zoofachhandel, beim Biobauern oder über Versandhandel, die sich auf Zutaten für selbstgemischtes Kleintierfutter spezialisiert haben. Im Internet gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Anbietern, die diverse Getreidesorten, Sämereien und Trockengemüse lose anbieten oder nach Wunsch des Kunden anmischen. 

Geeignete Bestandteile für selbstgemischtes Futter sind:

  • Getreide wie Gerste, Hafer, Roggen, Hirse, wenig Weizen
  • Kleinsämereien wie Grassamen, Kräutersamen, in geringem Maße Ölsaaten
  • Vollkornhaferflocken
  • Trockengemüse wie Rote Beete, Erbsenflocken, Karotten, Selleriewürfel
  • Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Erdnüsse, Walnüsse in geringen Mengen

    Achtung: Trockenfrüchte haben einen sehr hohen Zuckergehalt und sind nur als eher seltene Leckerei geeignet.

In so genannten Futterbars ist auf die Qualität, den Geruch und die Lagerung des Futters zu achten, insbesondere, ob es bereits Untermieter in Form von Mottenlarven oder bereits voll entwickelten Futtermotten enthält. Sollten Zweifel an der Qualität bestehen, ist von einem Kauf des Futters abzuraten.

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