Einstreu

Einstreu

Einstreu

Bild: rennmaus.de 

Im Zoofachhandel ist das Angebot verschiedener Einstreuarten groß. Welche Einstreu ist fĂŒr Meerschweinchen geeignet und welche nicht?

Im Zoohandel sind viele verschiedene Einstreuarten erhĂ€ltlich, die eine Auswahl manchmal schwierig machen. Die Angebotspalette reicht von Strohpellets ĂŒber Hanfstreu, Baumwolleinstreu, Buchenstreu bis hin zum ganz normalen Kleintierstreu, das es sowohl parfĂŒmiert als auch unparfĂŒmiert gibt.

Ein Meerschweinchen möchte auf dem Untergrund laufen und sich hinlegen können. Die Einstreu sollte nicht spitz oder hart sein, damit die kleinen Fußsohlen nicht zu sehr beansprucht und eventuell wund gelaufen werden.

Hinweis: In manchen Ratgebern wird zu einer Verwendung von Katzenstreu geraten. Wir möchten dringend davon abraten, denn Katzenstreu kann bei oraler Aufnahme schlimme Folgen fĂŒr die Meerschweinchen haben. Sollte zu Katzenstreu aufgrund einer eventuell auftretenden GeruchbelĂ€stigung geraten worden sein, möchten wir anmerken, dass eine solche GeruchsbelĂ€stigung bei regelmĂ€ĂŸiger Reinigung der Unterkunft auch bei der Verwendung von handelsĂŒblichem Kleintierstreu nicht entstehen wird. Katzenstreu ist weder nötig noch bedenkenlos verwendbar.

HandelsĂŒbliche Kleintierstreu, die aus WeichholzspĂ€nen besteht, ist in Großpackungen recht gĂŒnstig und erfĂŒllt alle Anforderungen: Sie saugt FlĂŒssigkeiten beispielsweise Urin sehr gut auf, ist weich und wĂ€rmt. Eine dicke Schicht von zirka 5cm ist zu empfehlen.

Stroh ist als Einstreu möglich, aber umstritten. Die langen, festen Halme können zu Augenverletzungen fĂŒhren, noch dazu wird Stroh sehr stark mit Insektenvernichtungsmitteln und Pflanzenschutzmitteln gespritzt, die zu einer Reizung der Haut fĂŒhren können. Daher sollte Stroh möglichst nicht gefressen werden.

Abgesehen vom Verletzungsrisiko ist Stroh als alleinige Einstreu nicht zu empfehlen, da es Urin und andere FlĂŒssigkeiten nicht aufsaugt und somit fĂŒr ein feuchtes, keimfreundliches und gesundheitsgefĂ€hrdendes Klima sorgt.

Strohpellets sind als alleinige Einstreu nicht zu empfehlen: Sie sind zu hart fĂŒr die Meerschweinchensohlen und bieten keine gleichmĂ€ĂŸige LaufflĂ€che. Bei der Verwendung von Strohpellets ist darauf zu achten, grundsĂ€tzlich eine Lage Heu ĂŒber den Pellets zu verteilen. Auf Stroh sollte möglichst verzichtet werden, um Augenverletzungen zu vermeiden.

ParfĂŒmierte Einstreu ist nicht nur unnötig, sondern auch irritierend fĂŒr die Tiere. Ein nach Zitrone duftendes Meerschweinchenheim kann die Tiere sehr unter Stress stellen, daher ist von parfĂŒmierter Einstreu dringend abzuraten.

Manche Gemeinden machen es Tierhaltern schwer, gebrauchte Kleintiereinstreu zu entsorgen. Hier bietet sich an, Teile des Geheges mit TĂŒchern oder Bettlaken auszulegen. Empfehlenswert sind vor allem glatte Stoffe, die gut abzuschĂŒtteln sind. Fleece- oder Frotteestoffe sind nicht geeignet, da sich Heuhalme darin besonders schlimm verhaken, einzeln abgesammelt werden mĂŒssen und die Tiere mit den Krallen hĂ€ngen bleiben können.

Die TĂŒcher mĂŒssen mehrere Male die Woche ausgetauscht und gewaschen werden. Dadurch bleibt man dank der Mehrkosten fĂŒr Wasser, Strom und Waschmittel preislich vergleichbar zur normalen Streu. Allerdings muss an dieser Stelle auf eine erhöhte Geruchsbelastung durch Urinieren hingewiesen werden.

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