Anatomie

Anatomie

Anatomie

Bild: Grauwölfin 

Wie ist der Körper der mongolischen Rennmaus aufgebaut? Ein Artikel ĂŒber die Anatomie der Rennmaus und ihre Besonderheiten.

Die Mongolische Rennmaus ist durch ihren natĂŒrlichen Lebensraum mit hervorragenden Sinnen ausgestattet. Ihre körperlichen FĂ€higkeiten ermöglichen ihr eine nahezu uneingeschrĂ€nkte Rundumsicht und eine blitzschnelle Flucht bei Gefahr. Auch im Dunkeln ihres unterirdischen Gangsystems findet sich die Rennmaus gut zurecht.

Anatomie der Rennmaus Animation

Sehen

Bild: rennmaus.de

Die Augen der Rennmaus sind, wie bei vielen Fluchttieren, seitlich am Kopf platziert. Das ermöglicht ihr, den Großteil ihres Umfeldes wahrzunehmen. RĂ€umliches Sehen ist bei der Rennmaus dagegen nicht gut ausgeprĂ€gt, doch Bewegungen werden schnell und sicher wahrgenommen.

Riechen

Bild: rennmaus.de

Der Geruchssinn der RennmĂ€use ist sowohl fĂŒr die Nahrungssuche als auch fĂŒr das Sozialverhalten notwendig. Durch die gemeinsame Fellpflege werden Duftstoffe untereinander ausgetauscht. Daher entscheidet die Nase, ob es sich bei einer anderen Rennmaus um Freund oder Feind handelt.

Hören

Bild: rennmaus.de

Die Ohren der RennmĂ€use können bis weit in den Ultraschallbereich GerĂ€usche wahrnehmen. Diese FĂ€higkeit ist in ihrer natĂŒrlichen Umgebung lebenswichtig. Jungtiere rufen beispielsweise mit sehr hohen Tönen, die fĂŒr Menschen nicht hörbar sind, nach ihrer Mutter. Auch die durch Trommeln mit den Hinterpfoten ausgelösten Schwingungen werden noch aus großer Entfernung wahrgenommen.

Tasten

Bild: rennmaus.de

Lange Tasthaare, die Vibrissen, ermöglichen der Rennmaus eine gute Orientierung in den weiten GĂ€ngen ihres dunklen Baus. Jede kleinste Unebenheit wird sofort von den Tasthaaren aufgenommen und „gemeldet“. Auch erkennt die Maus auf diese Weise, ob sie durch ein Loch passt oder es zu eng fĂŒr sie ist.

Zehen und Krallen

Bild: rennmaus.de

An den Vorderbeinen der Rennmaus befinden sich vier, an den Hinterbeinen fĂŒnf Zehen, deren scharfe Krallen beim Buddeln und GĂ€nge bauen abgeschliffen werden.

Schwanz

Bild: rennmaus.de

RennmĂ€use haben einen behaarten Schwanz, der ihnen hilft, auf schmalen FlĂ€chen das Gleichgewicht zu halten. Er ist auch fĂŒr die Sicherheit des Tieres wichtig, da er durch leichtes Ziehen abreißen kann und es der Rennmaus so ermöglicht, vor Feinden zu fliehen, obwohl sie festgehalten wird.

ZĂ€hne

Bild: rennmaus.de

Eine Rennmaus hat 16 ZÀhne: Vier SchneidezÀhne und zwölf BackenzÀhne. Auf jeder KieferhÀlfte befinden sich somit ein Schneidezahn und drei Backen-/MahlzÀhne.
Die SchneidezĂ€hne sind gut sichtbar und wachsen stĂ€ndig nach. Die BackenzĂ€hne wachsen nicht nach und dienen der Zermalmung der aufgenommenen Nahrung. Alle ZĂ€hne sind mit Zahnschmelz ĂŒberzogen, der oftmals von leicht gelblich gefĂ€rbt bis ins tiefe Orange reichen kann. 

DuftdrĂŒse (VentraldrĂŒse)

Bild: rennmaus.de

RennmĂ€use haben einen „Schlitz“ am Bauch, der je nach Anatomie und Rang innerhalb der Gruppe unterschiedlich stark sichtbar sein kann. Diesen nennt man Duft- oder VentraldrĂŒse. Sie sondert ein Sekret ab, das Talg und Duftstoffe enthĂ€lt.

Damit markieren RennmĂ€use ihre Umgebung und ihre Artgenossen, manchmal sogar ihre Halter. Es ist allerdings fĂŒr Menschen weder sichtbar noch zu riechen. Jedoch sind an hĂ€ufig markierten Stellen nach einiger Zeit gelblich-brĂ€unliche Bereiche zu erkennen. Auch bei RennmĂ€usen mit weißem Bauch ist am Fell um die DuftdrĂŒse hĂ€ufig diese VerfĂ€rbung zu beobachten.

Es kommt auch vor, dass sich die DuftdrĂŒse entzĂŒndet. In diesem Fall sollte unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden.

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