Die Rennmaus

Die Rennmaus

Die Rennmaus

Bild: Stefanie... 

Die Mongolische Rennmaus ist das von allen Rennmausarten am hĂ€ufigsten gehaltene Haustier. Was macht den „Krieger mit Krallen“ aus?

Mongolische RennmĂ€use (Meriones unguiculatus), die fĂ€lschlicherweise oft auch Gerbils und WĂŒstenrennmĂ€use genannt werden, sind umgangssprachlich auch als Renner bekannt. Sie sind kleine, possierliche Nagetiere und dem Aussehen nach zwischen Ratte und Hausmaus einzuordnen. Obwohl sie fĂŒr ihr Leben gern buddeln, gehören sie nach neuesten Erkenntnissen nicht wie oft gedacht zur Familie der "WĂŒhler" (Cricetdae), sondern zu den Muridae, sind also mit den echten MĂ€usen nĂ€her verwandt als mit WĂŒhlern.

Die GrĂ¶ĂŸe einer ausgewachsenen Rennmaus liegt ohne Schwanz bei durchschnittlich zehn Zentimetern. Der Schwanz ist noch einmal so lang und schließt oft mit einer kleinen Quaste ab. Das Gewicht einer Rennmaus ist von Geschlecht und Vererbung abhĂ€ngig, und liegt bei einer ausgewachsenen, gesunden Rennmaus bei ungefĂ€hr 80g. Gewichte von bis zu 100 g sind als normal zu betrachten, schwerer sollte jedoch keine Rennmaus werden. RennmĂ€use erreichen ein ungefĂ€hres Alter von drei bis vier Jahren.

Bild: rennmaus.de

Mongolische RennmÀuse

RennmĂ€use sind sehr aktive Nager. Sie können gut klettern, springen (bis ĂŒber 50 cm) und lieben es, sich im Sand zu wĂ€lzen. Sie "baden" regelrecht im Sand um ihr Fell zu pflegen. Wasser dagegen benötigen sie nur zum Trinken, ansonsten sind sie wasserscheu.

RennmĂ€use sind sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv: zwei- bis vierstĂŒndige Wachphasen wechseln sich mit ebenso langen Schlafphasen ab. Je nach Umgebung und Jahreszeit kann dies variieren, und auch die Gewohnheiten ihres Menschen spielen eine Rolle, denn RennmĂ€use sind ĂŒberaus neugierige Tiere.

Jedoch gleicht keine Rennmaus charakterlich einer anderen. So gibt es scheue, die nur zum Fressen rauskommen und ansonsten gerne ihre Ruhe haben möchten, und es gibt welche, die es sich gerne mal auf einer menschlichen Schulter bequem machen. Da RennmĂ€use keine Höhen erkennen können, ist das aber stets mit Vorsicht zu genießen! Sie können recht schnell zahm werden und beißen nur selten, es sei denn, sie fĂŒhlen sich geĂ€rgert oder man tut ihnen weh.

Bild: Jipsy

Es gibt zirka 100 verschiedene Rennmausarten auf der Welt, die hauptsĂ€chlich in Afrika und Asien beheimatet sind. 

Als Heimtier in Europa am meisten verbreitet ist jedoch die Mongolische Rennmaus, die auch gerne als „Krieger mit Krallen“ bezeichnet wird. Dieser Name nimmt Bezug auf zum Teil sehr aggressiv ausgetragene RevierkĂ€mpfe, die mitunter fĂŒr den „Feind“ tödlich enden.

Dieses Verhalten haben unsere domestizierten RennmĂ€use beibehalten, und so kann es vorkommen, dass aus den unterschiedlichsten GrĂŒnden auch im heimischen Aquarium erbitterte KĂ€mpfe ausgetragen werden.

UrsprĂŒnglich reichte der natĂŒrliche Lebensraum dieser bekanntesten Art von der mongolischen Steppe im nördlichen China bis hin zum sĂŒdlichen Russland. Heiße Sommer und kalte, trockene Winter sind die klimatischen Bedingungen, an die die Rennmaus im natĂŒrlichen Lebensraum angepasst ist. Die Altersgrenze der wildlebenden Tiere liegt mit ca. acht Jahren deutlich höher als bei unseren domestizierten RennmĂ€usen.

Bild: kathrin87maus

Zu zweit: Sehr gerne!

Da RennmĂ€use von Natur aus in FamilienverbĂ€nden leben und sehr gesellige Tiere sind, dĂŒrfen sie niemals alleine, sondern immer zu zweit gehalten werden. Mit der GrĂ¶ĂŸe der Gruppe steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Streitereien innerhalb der Gruppe. Blutige KĂ€mpfe sind die Folge.

FĂŒr AnfĂ€nger sind daher gleichgeschlechtliche Gruppen von zwei Tieren am geeignetsten. RennmĂ€use dĂŒrfen niemals mit anderen Tierarten (andere Mausarten, Meerschweinchen, Ratten etc.) zusammengehalten werden!

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An diesem Artikel haben mitgearbeitet: Dominik Schwarz, Andreas Diendorfer, Tanja FlĂŒgge

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