Herkunft

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Herkunft

Bild: GummibĂ€r 

Wo kommt die Mongolische Rennmaus eigentlich her? Und wie hat sie den Weg als beliebtes Haustier in unsere Wohnungen gefunden?

Die Heimat der RennmĂ€use liegt in der Steppenlandschaft der Mongolei. Sie leben in großen Familiensippen in unterirdischen GĂ€ngesystemen, in denen sie Schlaf- und Vorratskammern anlegen. Auf der Suche nach Nahrung legen sie in der kargen Graslandschaft weite Strecken zurĂŒck. Vom Menschen lange unentdeckt haben sie sich hervorragend an die Lebensbedingungen der Trockensteppe angepasst.

Wie die Mongolische Rennmaus nach Europa kam

Bild: Claudia Leverentz

Mongolische Rennmaus in freier Wildbahn

Die Rennmaus wurde das erste Mal 1866 durch den französischen Biologen Pater AbbĂ© David von einem EuropĂ€er dokumentiert. Er sah auf seiner Reise durch die Mongolei die Renner als „gelbe Ratten mit langen haarigen SchwĂ€nzen“.

Fast 60 Jahre vergingen, bis die in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum gefangenen 20 Rennmauspaare zu wissenschaftlichen Zwecken in Japan gezĂŒchtet wurden. Im Jahre 1954 gelangten einige Nachkommen dieser RennmĂ€use, elf Zuchtpaare, zu Forschungszwecken in die USA und kurze Zeit spĂ€ter auch nach Europa.

Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der heute in Europa lebenden RennmĂ€use Nachkommen dieser 20 Zuchtpaare sind. 1995 wurden weitere RennmĂ€use ihrem natĂŒrlichen Lebensraum entnommen, mit denen die Zucht in Gefangenschaft nur teilweise gelang.

Die Mongolei

Bild: Claudia Leverentz

Heimat der Mongolischen RennmÀuse

Die WĂŒste Gobi ist eine der grĂ¶ĂŸten WĂŒsten der Erde. An ihren Randgebieten, den Steppen und HalbwĂŒsten der Mongolei, ist die Mongolische Rennmaus beheimatet.

Zwar assoziiert man WĂŒste mit Hitze, dies ist jedoch nur bedingt tatsĂ€chlich so. Es herrscht ein kontinentales Klima und nur im Sommer zeigen sich vereinzelt Wolken am Himmel. Lediglich in den Monaten Juli bis September fĂ€llt wenig Regen, pro Jahr gibt es durchschnittlich 260 Sonnentage.

Dennoch sind auch fast arktische Winter normal, selbst in der WĂŒste liegt teilweise noch bis April Schnee. Minus 30°C sind keine Seltenheit und auch Rekordtemperaturen von -50°C wurden bereits gemessen. Oft betrĂ€gt der Unterschied zwischen den Tag- und Nachttemperaturen mehr als 20°C.

In der Mongolei leben auf einer FlĂ€che von 1.57 Millionen Quadratkilometern nur 2,4 Millionen Einwohner, die meisten davon in der Hauptstadt ist Ulaanbaatar (Ulan Bator). Gesprochen wird Mongolisch (Chalcha-Mongolisch) und bezahlt in Tugrik, 1.500 Tugrik entsprechen in etwa einem Euro.

Wer seine RennmĂ€use stilecht und eher außergewöhnlich nennen möchte, greift am besten auf echte mongolische Namen zurĂŒck.

  • Catay: Der mongolische Name, unter dem Marco Polo auch bekannt wurde.
  • Dschingis Khan: Wer kennt ihn nicht, den berĂŒhmtesten und berĂŒchtigtsten Mongolen?
  • Geser: Der Kriegsgott Geser galt als Schutzpatron der mandschurischen Kaiserfamilie, der Krieger und Herden. Er war der Garant fĂŒr JagdglĂŒck, der Vernichter der Feinde und DĂ€monen. 
  • Pan: In vielen asiatischen Kulturen wird der alte Mann als HĂŒter der Herden und Spender der Ernte verehrt. Er ist ein Fruchtbarkeitsgott und Symbol fĂŒr ein langes Leben. Bei den Schamanisten ist er der Geist der Erde. 

...und dann waren da noch:
Attila, Godan, Hildiku, Kublai, Nansalmaagin, Njam, Oktar, Ruas, Sainaa, Sakya, Shigshid, Sodnomdorsh und Toguldur. 

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