Besuch beim Tierarzt

Besuch beim Tierarzt

Besuch beim Tierarzt

Bild: karlinke 

Bei Gesundheits- und Haltungsfragen wird jeder Tierhalter vermutlich einen Tierarzt um Rat und Hilfe fragen. Wie der Rennmaushalter bestens auf einen solchen Besuch vorbereitet ist und weiß, welche Informationen der Tierarzt benötigt, um der erkrankten Rennmaus schnell helfen zu können, wird im Artikel Besuch beim Tierarzt erklĂ€rt.

Jeder Haustierhalter wird irgendwann mit seinen Tieren zu einem Tierarzt gehen mĂŒssen, sei es aus KrankheitsgrĂŒnden, aus reiner Vorsorge oder zur Beratung bei Gesundheitsfragen. An Wochenenden oder Feiertagen kann auch ein ungeplanter Notfall fĂŒr den Besuch einer Tierklinik sorgen.

Bitte immer die ganze Gruppe mit zum Tierarzt nehmen!

Falls ein Tierarztbesuch notwendig wird, sollte ein fester Termin vereinbart werden, vorausgesetzt es handelt sich um keinen Notfall, der extrem schnelles Eingreifen benötigt. Termine werden in den meisten FĂ€llen telefonisch vereinbart. Bereits bei der Terminvereinbarung sollte nachgefragt werden, wie die Behandlung gezahlt werden kann, sofern eine EC-Kartenzahlung fĂŒr den Halter in Betracht kommt. Barzahlungen sind bei jedem Tierarzt eher erwĂŒnscht. Rechnungsstellung ist meist nur nach vorheriger Absprache möglich. 
Bei einem Notfall empfiehlt es sich, die Praxis oder Tierklinik vorher ĂŒber das Eintreffen zu informieren. Auf  jedem Fall muss außerhalb der ĂŒblichen Sprechzeiten in Tierkliniken vor Ankunft, telefonisch die Situation kurz geschildert werden, so dass sich der Dienst habende Arzt auf den Patienten vorbereiten und eventuelle Vorabmaßnahmen ergreifen kann. 

Viele Haustierhalter sind bei einem Tierarztbesuch mindestens genau so aufgeregt wie das Tier selbst. Es bietet sich an, bereits zu Hause Fragen oder auch Informationen fĂŒr den Tierarzt zu notieren, damit nichts vergessen wird!

Zum Tierarzt sollte grundsĂ€tzlich die ganze Rennmausgruppe mitgenommen werden, damit verhindert wird, dass der Gruppengeruch verloren geht und es danach bei erneutem Zusammensetzen  nicht zu Beißereien kommt. Es ist darauf zu achten, dass die RennmĂ€use beim Transport zum Tierarzt keiner Zugluft ausgesetzt sind. Um dies zu vermeiden, kann ein Tuch auf die Transportbox gelegt werden, zugleich werden die Tiere durch das Abdunkeln beruhigt.

Beim ersten Tierarztbesuch muss der Halter meistens ein Formular ausfĂŒllen, welches oftmals die folgenden Informationen enthĂ€lt:

Informationen zum Halter:

  • Name
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Andere Haustiere

Informationen zum betroffenen Tier:

  • Name
  • Alter, bei Unklarheit grobe SchĂ€tzung
  • Geschlecht
  • Kastration erfolgt, wenn ja, wann
  • Rasse
  • Bekannte Vorerkrankungen
  • bereits erfolgte Operationen

Nach dem Betreten des Behandlungszimmers wird zunÀchst abgefragt, um welche Rennmaus es sich handelt und welche Symptome sie zeigt. Der Halter sollte möglichst genau folgende Angaben machen können:

  • Welche Symptome/AuffĂ€lligkeiten zeigt die betroffene Rennmaus?
  • Seit wann besteht die Erkrankung?
  • Gab es eine eventuelle Vorbehandlung eines anderen Tierarztes?
  • Wie alt ist das Tier?
  • Hat es Gewicht verloren?
  • Frisst es noch?
  • Setzt es Kot ab? Ist dieser in Farbe/Konsistenz auffĂ€llig? (Kotprobe unbedingt mitnehmen!)
  • Ist der Halter in der Lage, eine mögliche Weiterbehandlung zu Hause durchzufĂŒhren?

Falls die Rennmaus Störungen oder AuffĂ€lligkeiten des Verdauungsapparats zeigt, sollte grundsĂ€tzlich eine kleine Menge Kot mitgenommen werden, so dass der Tierarzt direkt vor Ort weitere Maßnahmen zur Diagnosefindung einleiten kann. Oft stellen Kotproben und die durchgefĂŒhrte labortechnische Analyse einen wertvollen Hinweis auf Erkrankungen dar.

Herausnahme aus der Transportbox

  • Bei einer handzahmen Rennmaus kann der Halter darum bitten, das Tier fĂŒr die Untersuchung zu fixieren. Durch seine UnterstĂŒtzung stellt er eventuell eine wertvolle Hilfe fĂŒr den Tierarzt dar.
  • Bei einer nicht an die Hand gewöhnten Rennmaus ist es sicher auch fĂŒr den Halter schwierig, das Tier so zu fixieren, dass das Tier sicher gehalten wird und der Tierarzt noch so viel "Rennmaus" anstatt Menschenhand sieht, dass er vernĂŒnftig untersuchen kann.
  • Unsichere Halter sollten das Fixieren einer erfahrenen Sprechstundenhilfe ĂŒberlassen, auch wenn dies der Halter nicht gerne sieht.
  • Im Umgang mit flinken und eventuell beißenden RennmĂ€usen sind manche TierĂ€rzte oder deren Assistenten unsicher. Der Rennmaushalter sollte dies ansprechen, wenn er Unsicherheit bemerkt und darum bitten, das Tier selbst halten zu dĂŒrfen, sofern er sich selbst dazu in der Lage sieht.

Der Tierarzt wird vermutlich je nach Symptomen Herz und Lunge abhorchen, ZĂ€hne und Ohren kontrollieren und eventuell andere AuffĂ€lligkeiten feststellen. Anschließend wird der Bauch des Tieres bei Verdacht auf GewebeverĂ€nderungen abgetastet, um mögliche Tumore ausschließen zu können.

Nachdem der Tierarzt die Rennmaus grĂŒndlich untersucht hat wird besprochen, wie die  Behandlung verlaufen wird. Der Halter sollte sich möglichst alles genauestens aufschreiben oder den Tierarzt darum bitten! Viele Halter kommen aus der Praxis und haben vieles bereits aus lauter Aufregung vergessen. Ein Tierhalter sollte sich niemals scheuen, bei Unklarheiten auch mehrfach nachzufragen.

Wenn der Tierarzt Medikamente verabreicht, wird er erklĂ€ren was diese bewirken und wie sie heißen. Macht er dies nicht aus Eigeninitiative, sollte der Tierhalter um entsprechende Auskunft bitten. Benötigt die Rennmaus zu Hause Medikamente, wird erklĂ€rt wie und wie oft  das Medikament zu verabreichen ist.  Falls Antibiotika oder andere Medikamente, die den Darm belasten gegeben werden mĂŒssen, ist zu empfehlen, ein Mittel zum Aufbau und zur UnterstĂŒtzung der Darmflora, beispielsweise Bene-Bac zu verlangen. Dies ist sinnvoll, da auch die Darmbakterien vom Antibiotikum abgetötet werden und so beispielsweise Durchfall auftreten kann.

Der Tierhalter sollte in jedem Fall vom Tierarzt ĂŒber den Behandlungsverlauf und den zu erwartenden Verlauf der Erkrankung aufgeklĂ€rt werden! Eine solche Information ist fĂŒr den Tierhalter wichtig, um den Krankheitsverlauf zu Hause besser einschĂ€tzen zu können, um zu wissen, wann genau er mit einer deutlichen Verbesserung der Krankheit rechnen kann. Ein Tierhalter sollte sich niemals scheuen, auch mehrfach nachzufragen, wenn er etwas nicht verstanden hat!

Ist  besprochen wie die Behandlung der Rennmaus ablĂ€uft, kann ein Folgetermin zur Kontrolle oder Weiterbehandlung nötig sein. Dieser sollte möglichst vor Verlassen der Praxis vereinbart werden.

Sollte sich der Gesundheitszustand rapide verschlechtern, ist ein nochmaliger und sofortiger Tierarztbesuch nötig!

Gute Besserung wĂŒnscht das rennmaus.de Team!

Zum Seitenanfang