Blinde RennmÀuse

Blinde RennmÀuse

Blinde RennmÀuse

Bild: Joychen 

Verschiedene Ursachen können zu Erblindung oder SehbeeintrĂ€chtigungen von RennmĂ€usen fĂŒhren. Diese reichen von Augen- oder HornhautentzĂŒndungen bis zu genetisch vorbelasteten Tieren.

Die Augen junger Mongolischer RennmĂ€use öffnen sich in der Regel zwischen dem 17. und 21. Lebenstag,  je nach Entwicklungsstand der Jungtiere auch etwas frĂŒher oder spĂ€ter. Im Laufe des Lebens kann es aus verschiedenen Ursachen zu SehbeeintrĂ€chtigungen kommen, so dass die Haltung betroffenen Tieren angepasst werden muss.

Augenprobleme bei RennmĂ€usen können an TrĂ€nenfluss erkannt werden. Wird bei einer Rennmaus eine EntzĂŒndung oder andere AuffĂ€lligkeiten an einem oder sogar beiden Augen festgestellt, sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, damit frĂŒhzeitig eine Diagnose gestellt und entsprechend behandelt werden kann.

Bei einem Grauen Star trĂŒben sich die Linsen von der Mitte her. Dies kann zur Erblindung fĂŒhren. Die Ursachen sind vielfĂ€ltig: Eine innere AugenentzĂŒndung, die unter anderem durch Zugluft ausgelöst werden kann, oder eine HornhautentzĂŒndung sind die hĂ€ufigsten. HornhautentzĂŒndungen werden zum Beispiel durch Verletzungen des Auges hervorgerufen. Diese können nach der Diagnose durch einen Tierarzt erfolgreich mit Augensalbe behandelt werden. 
Bei sehr hellen Tieren, beispielsweise RennmĂ€usen des Farbschlags Rotaugenweiß, werden hĂ€ufig Schwankungen beobachtet, deren Ursache in einer durch starke Depigmentierung ausgelösten SehschwĂ€che liegt. Tiere, die nur auf einem Auge erblindet sind, halten den Kopf meist schief wenn sie ruhig dasitzen.

Blinde RennmĂ€use gleichen ihre SchwĂ€che durch Ausbildung anderer Sinnesorganen weitgehend aus und orientieren sich vermehrt durch den Tast- und Hörsinn. Sie reagieren empfindlicher auf GerĂ€usche, worauf im Umgang mit dem betroffenen Tier RĂŒcksicht genommen werden sollte. Ebenso wichtig ist der Standort der Unterkunft: Eine Umgebung ohne plötzliche, laute GerĂ€usche hilft der Maus, lange und glĂŒcklich zu leben.

Um blinden oder sehbehinderten RennmĂ€usen die Orientierung zu erleichtern, sollte die Einrichtung nicht gewechselt oder umgestellt werden. Die Vermeidung solcher Stressauslöser bietet ihnen ein Zuhause, in dem sie sich sicher fĂŒhlen. Hohe Etagen, von denen die RennmĂ€use runterfallen können, sind ein vermeidbares Risiko. Das Sandbad muss leicht erreichbar sein und der eventuell vorhandene Trinknapf darf nicht zu tief sein, da sonst die Gefahr des Ertrinkens besteht. Eine leicht erreichbare Trinkflasche ist aus SicherheitsgrĂŒnden empfehlenswert. Auf hĂ€ufiges Herausnehmen, Herumtragen und Auslauf sollte zur Vermeidung von unnötigem Stress verzichtet werden.

Bild: rennmaus.de

Geeignete Unterkunft fĂŒr blinde oder sehbehinderte RennmĂ€use

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