Erkrankungen des Ohres

Erkrankungen des Ohres

Erkrankungen des Ohres

Bild: kathrin87maus 

Kann die Rennmaus auch Husten und die Grippe bekommen? Und wenn ja, was ist dann zu tun? Die Krankheiten, die eine Rennmaus bekommen kann, werden hier genauer erläutert. Ein Gang zum Tierarzt kann jedoch nicht ersetzt werden.

Bei Rennmäusen machen sich Ohrenerkrankungen meist durch eine Kopfschiefhaltung bemerkbar. Diese wird hervorgerufen durch die Beeinträchtigung des Gleichgewichtssinnes im Innenohr.

Wird eine Kopfschiefhaltung bemerkt, sollte in jedem Fall ein Tierarzt konsultiert werden, denn dieses Symptom kann auch auf einen vorangegangenen Schlaganfall deuten.

Eine Mittelohrentz√ľndung ist eine sehr schmerzhafte Infektion durch eine Entz√ľndung der Schleimh√§ute im Ohr, die durch Bakterien oder Viren ausgel√∂st wird.

Symptome: 

  • Kopfschiefhaltung
  • Gleichgewichtsst√∂rungen

Behandlung: Wird eine Mittelohrentz√ľndung vermutet, sollte grunds√§tzlich ein Tierarzt aufgesucht werden. Symptome einer Mittelohrentz√ľndung k√∂nnen auch auf weitere Infektionen hinweisen, beispielsweise eine Hirnhautentz√ľndung. Der Tierarzt wird anhand der Symptome entscheiden, welches Antibiotikum sinnvoll ist. Eine Mittelohrentz√ľndung kann un- oder zu sp√§t behandelt eine Labyrinthitis hervorrufen.

Hinweis: Sollte der Tierarzt "nur" einen Schlaganfall vermuten, ist die Gabe eines Breitbandantibiotikums dennoch sinnvoll, da sich Symptome eines Schlaganfalls und die einer Mittelohrentz√ľndung sehr √§hneln. Eventuell wird der Tierarzt einen Abstrich machen, um eine Mittelohrentz√ľndung nachzuweisen, allerdings ist die unbehandelte Wartezeit zwischen Abstrich und Ergebnis zu lang, wenn sich dann doch herausstellt, dass es sich um eine Entz√ľndung handelt. Fazit: Lieber einmal mehr Antibiotikum als einmal zu wenig!

Labyrinthitis ist eine Ohrenkrankheit, bei der sich der halbzirkul√§re Ohrkanal, auch Labyrinth genannt, im Innenohr entz√ľndet. Aufgrund des entz√ľndeten Labyrinths wird dessen Funktion sowie der Gleichgewichtssinn unterbrochen.

Symptome:

  • Schwindel
  • Drehschwindel
  • √úbelkeit
  • Erbrechen
  • H√∂rminderung
  • in starken F√§llen auch: rasche Ertaubung und
  • Ausfallnystagmus zur gesunden Seite, das hei√üt unkontrollierte Zuck- und Zitterbewegung des gesunden Ohrs, bedingt durch Toxin√ľbertritt ins Innenohr.

 

Rennm√§use, die an Labyrinthitis leiden, leiden an Schwindelgef√ľhlen, Gleichgewichtsverlust, H√∂rverlust, Tinnitus und/oder unfreiwilligen Augenbewegungen. Ursachen k√∂nnen Parasiten, aber auch eine bakterielle Infektion oder Viren sein.

Meist werden diese von drau√üen eingeschleppt (Futter, Fr√ľchte oder √Ąste und √§hnliches aus dem Garten, vor allem am Boden liegend!). Oft folgt Labyrinthitis auf auf eine Mittelohrentz√ľndung oder eine obere Atemwegsinfektion.

Diese Krankheit ist ansteckend f√ľr √§ltere und gestresste Tiere! Bei den kleinsten Anzeichen sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden, da die Krankheit t√∂dlich verlaufen kann.

Krankheitsverlauf

Die Krankheit verläuft in verschiedenen Stadien:

  • leicht: Kopf schief
  • mittel: K√∂rper schief, schleppender Gang, orientierungslos beziehungsweise man meint, die Maus habe vergessen, was sie gerade tun wollte (sitzt regungslos mit Futter in den Pfoten)
  • schwer: st√§ndiges seitliches Drehen (L√§ngsachse), geschlossene und auch manchmal blutende Augen, kaum noch Orientierungssinn

In allen Stadien der Krankheit frisst die Maus aber noch. Behandelt wird die Labyrinthitis meist mit Antibiotika und Cortison √ľber einen zweiw√∂chigen Zeitraum.

Symptome: Gro√üe Keratinmenge im √§u√üeren Ohr, bis hin zum Mittelohr. Eventuell Kopfschiefhaltung und Haarverlust um die Ohren. Es handelt sich in der Regel um Perlgeschwulste, die am h√§ufigsten bei Rennm√§usen ab dem zweiten Lebensjahr zu finden sind. Eventuell als Folge einer Entz√ľndung der Au√üenseite des Ohres.

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