MĂ€use im Urlaub

MĂ€use im Urlaub

MĂ€use im Urlaub

Bild: Stefanie
 

Auch wenn die meisten Rennmausbesitzer am liebsten Tag und Nacht mit ihren Tieren verbrÀchten, kommt irgendwann der Tag, an dem der Körnergeber verreisen möchte. Eine geeignete Urlaubsbetreuung muss her.

Was muss beachtet werden, wenn sich der Rennmaushalter lĂ€nger als zwei Tage nicht selbst um seine Tiere kĂŒmmern kann?
Sollte keine geeignete Urlaubsbetreuung durch Personen aus dem direkten Umfeld des Haushaltes möglich sein, beispielsweise  Mitbewohner, Partner oder Geschwister, muss eine anderweitige Kontrolle der Tiere sowie der Unterkunft gewĂ€hrleistet sein. Diese Aufgabe kann ein Nachbar, Freund oder Familienmitglied mindestens alle zwei bis drei Tage ĂŒbernehmen. 

Bereitstellung von Futter in ausreichender Menge

Im Idealfall sollte das Futter in der Einstreu verteilt werden, damit die Tiere durch die Futtersuche beschÀftigt sind. ZusÀtzlich aufgehÀngte Kolbenhirse oder getrocknete Maiskolben bieten noch mehr Zeitvertreib.

Einrichtung einer zusÀtzlichen Wasserquelle

Damit die Wasserversorgung gewĂ€hrleistet ist, sollten im Gehege mehrere WassernĂ€pfe oder -trĂ€nken bereitgestellt werden. Besonders in den Sommermonaten ist es aufgrund einer möglichen Keimbelastung wichtig, das Wasser regelmĂ€ĂŸig wechseln (zu lassen) und Wasserflaschen und -nĂ€pfe gut zu sĂ€ubern. Auch zu beachten ist das gut gesicherte Anbringen der Wasserquelle, um deren FunktionstĂŒchtigkeit  zu gewĂ€hrleisten sowie ein Zerstören durch die Tiere möglichst zu vermeiden.

Vorsicht bei der Versorgung mit Frischfutter

Vor der Abreise sollte kein verderbliches Frischfutter angeboten werden, insbesondere  wenn die RennmĂ€use zur Vorratshaltung neigen. Wenn GemĂŒse zur VerfĂŒgung stehen soll, empfiehlt sich die Versorgung mit Karotten an einem Frischfutterspieß oder das Ausweichen auf getrocknetes GemĂŒse.

Ausreichendes Nagematerial

In der Rennmausunterkunft  sollte genug Nist- und Nagematerial zur VerfĂŒgung stehen, beispielsweise Heu, Stroh, Toilettenpapierrollen, KĂŒchentĂŒcher oder Toilettenpapier. FĂŒr weitere BeschĂ€ftigung wĂ€hrend der Abwesenheit des Halters bieten sich beispielsweise „Futterbonbons“ aus leeren Toilettenpapierrollen an. WĂ€hrend einer Abwesenheit von nur zwei bis drei Tagen kann die gesamte Futterration auf diese Weise angeboten werden.

Einweisung der Urlaubsbetreuung

Der Rennmaussitter sollte vor der Abreise mindestens einmal bei der FĂŒtterung dabei gewesen sein. Eine Checkliste fĂŒr den Betreuer ist oft hilfreich.

Professionelle Urlaubsbetreuung

Je nach Wohnort lĂ€sst sich eventuell eine professionelle Betreuung fĂŒr die Tiere finden. So ĂŒbernehmen beispielsweise manche Tierheime oder ZoogeschĂ€fte die Versorgung gegen Entgelt. Auch bei RennmauszĂŒchtern in der Umgebung lohnt sich eine Anfrage. Ob die dort gebotene Urlaubsbetreuung den eigenen Vorstellungen entspricht, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Wichtig ist die genaue PrĂŒfung des Urlaubsquartiers auf Sicherheit und Sauberkeit. Eine schriftliche Vereinbarung ĂŒber die Bedingungen der Versorgung ist empfehlenswert,  insbesondere die ErnĂ€hrung der RennmĂ€use. 

Versorgung außer Haus durch private Bekannte

Kann der ausgewĂ€hlte Rennmaussitter die Tiere nicht in ihrer gewohnten Umgebung versorgen, muss ein vorĂŒbergehender Umzug organisiert werden. 

Es versteht sich von selbst, daß dem Betreuer eine ausgiebige Checkliste und das gewohnte Futter mitgegeben werden, damit eine optimale Betreuung gewĂ€hrleistet ist.

Umzug mit der eigenen Behausung

Dies ist die fĂŒr die Tiere bessere Lösung, insbesondere bei einem Umzug fĂŒr einen kurzen Zeitraum von ein bis zwei Wochen. Sollte die Behausung nicht zu sperrig und schwer sein, sollte diese zu der Urlaubsbetreuung transportiert werden. In diesem Fall wird der Ortswechsel die Tiere kaum stören.

Umzug in eine beim Betreuer zur VerfĂŒgung gestellte Behausung

Dies stellt nur eine Notlösung dar, da RennmĂ€use idealerweise in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Ist eine nur kurze Abwesenheit von zirka ein bis zwei Wochen geplant, sollte die Betreuung in möglichst unverĂ€nderter Unterkunft gewĂ€hrleistet sein. Ein kurzfristiger Umzug in ein  neu oder anders eingerichtetes Becken stellt fĂŒr die Tiere eine Stressbelastung dar und kann im ungĂŒnstigsten Fall sogar zu Streitereien innerhalb der Gruppe fĂŒhren.

Die zur VerfĂŒgung gestellte "Ferienunterkunft" sollte nicht zu klein sein, auch wenn es fĂŒr einen absehbaren Zeitraum durchaus akzeptabel ist, die gĂ€ngigen Mindestmaße ein wenig zu unterschreiten, Platz fĂŒr gewohnte  EinrichtungsgegenstĂ€nde bieten, mit ausreichend Einstreu zum Buddeln befĂŒllt sowie aus- und einbruchssicher sein.
Das SchlafhÀuschen, falls vorhanden, sollte mitgegeben werden, ebenso einige Handvoll der alten Einstreu.

FĂŒr beide Varianten gilt:

Der Standort der Rennmausunterkunft muss genauso gewĂ€hlt werden wie in gewohnter Umgebung: Keine pralle Sonne, keine Zugluft, keine starken GerĂŒche. Kleine Kinder oder Haustiere des Rennersitters dĂŒrfen nicht unbeaufsichtigt an die Behausung gelangen.

Auch wenn das eigene Becken mitgenommen werden kann, verreisen RennmĂ€use grundsĂ€tzlich nur in ihrer Transportbox. Im Terrarium/Aquarium ist die Verletzungsgefahr durch bei einem ungesicherten Transport herumrutschende oder –fliegende EinrichtungsgegenstĂ€nde groß; auch können die Tiere bei plötzlichen Bremsmanövern durch das Becken geschleudert werden und sich womöglich tödlich verletzen. Daher werden die Tiere vor Reiseantritt in ihre gut mit Heu, Streu und KĂŒchentĂŒchern oder Toilettenpapier gepolsterte Transportbox gesetzt, in die etwas Futter und fĂŒr die FlĂŒssigkeitsaufnahme ein StĂŒck Gurke gegeben wird. Hier sind sie sicher aufgehoben, ganz gleich, ob die Reise mit dem Auto, dem Bus oder der Bahn erfolgt. Um zusĂ€tzlichen Stress und Zugluft zu vermeiden, kann die Transportbox mit einen Kissenbezug, einem ausreichend großen Handtuch abgedeckt oder in einen gut belĂŒfteten Karton gestellt werden.

Wir wĂŒnschen Ihnen und Ihren RennmĂ€usen einen schönen Urlaub!

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