Pflege

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Bild: kathrin87maus 

Wie oft sollte die Rennmausunterkunft gereinigt werden? Welche Pflegemaßnahmen sind tĂ€glich, welche nur wöchentlich oder noch seltener nötig? Wie werden RennmĂ€use am einfachsten eingefangen und hochgenommen? Mehr zur Pflege der RennmĂ€use bietet dieser Artikel.

RennmÀuse sind quirlige und neugierige Nager. Es sind einfach zu haltende und pflegeleichte Tiere, die nicht ohne Partnertier leben sollten.

Zur Grundausstattung des Terrariums/Aquariums gehören neben Futter- und Trinkmöglichkeiten, hohe Einstreu mit Material zum Nestbau und Versteckmöglichkeiten auch ein Sandbad zur Fellpflege sowie ausreichend Nagematerial.

FĂŒtterung

Das Körnerfutter kann in der Unterkunft verteilt und/oder versteckt werden. Ohne FutternĂ€pfe sind die RennmĂ€use artgerecht mit der Futtersuche beschĂ€ftigt. Frisches Heu und Wasser sollte den Tieren tĂ€glich zur VerfĂŒgung stehen. Außerdem ist altes Frischfutter vom Futterspieß in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden zu entfernen und durch neues zu ersetzen.

Gesundheitskontrolle

Die Zeit der FĂŒtterung kann gut zum Beobachten der RennmĂ€use genutzt werden. Gleichzeitig empfiehlt es sich, einen kontrollierenden Blick auf den Gesundheitszustand der Tiere zu werfen.

  • Ist das Verhalten normal? Sind sie flink und neugierig?
  • Nehmen sie Futter zu sich und nutzen das Sandbad?
  • Ist das Fell glatt und seidig?
  • Sind die Augen klar und glĂ€nzend?
  • Sind After und Schwanz sauber?

Sollten sich die Tiere auffÀllig verhalten oder ungesund aussehen, ist unbedingt ein Tierarzt aufzusuchen.

RegelmĂ€ĂŸig zur VerfĂŒgung gestelltes Nagematerial ermöglicht den RennmĂ€usen eine artgerechte Zahnpflege. Die stĂ€ndig nachwachsenden ZĂ€hne werden durch frische Zweige und Äste auf natĂŒrliche Weise abgenutzt. Eine Behinderung der Futteraufnahme durch zu lange ZĂ€hne wird somit vermieden.

Durch das hĂ€ufige Buddeln und Scharren an EinrichtungsgegenstĂ€nden, beispielsweise Holzartikeln, Steinen und Ästen, werden die Krallen der RennmĂ€use abgeschliffen. Eine KĂŒrzung der Krallen wie bei anderen Kleinnagern ist nicht nötig.

Neben der Pflege der Tiere selbst ist auch eine saubere und sichere Unterkunft wichtig.

Reinigung

Neben der tĂ€glichen FĂŒtterung ist eine regelmĂ€ĂŸige Reinigung des Terrariums/Aquariums notwendig, deren HĂ€ufigkeit von der GrĂ¶ĂŸe der Behausung und der Anzahl der darin lebenden RennmĂ€use abhĂ€ngig ist. Alle acht bis zehn Wochen sollte die Einstreu erneuert werden, sofern das als Toilette genutzte Sandbad mindestens alle zwei bis drei Tage komplett gesĂ€ubert und mit neuem Sand ausgestattet wird. 

Bei einer Komplettreinigung gibt es einige wichtige Punkte zu beachten: 

  1. Neu vergesellschaftete Gruppen sollten möglichst nur teilgereinigt werden, das heißt, dass nur ein Teil der Einstreu gegen neue ausgetauscht wird und der andere Teil dann bei der nĂ€chsten Reinigung. Dies verhindert, dass die Tiere durch die nicht mehr vorhandenen Duftmarken verwirrt werden und somit der Gruppenzusammenhalt eventuell gestört wĂŒrde.
  2. Auch bei stabilen Gruppen bietet es sich an, Teile der alten Einstreu nicht zu entsorgen, um wenigstens eine Duftquelle erhalten zu können. Hierzu eignet sich das Nest, das vor der Komplettreinigung herausgenommen wird und unverÀndert nach der Reinigung wieder in das Gehege gelegt wird.

Die Tiere sind fĂŒr die Zeit der Gehegreinigung gut in einer Transportbox oder einem kleinen Aquarium/Terrarium untergebracht. Scheue RennmĂ€use sollten mit einer Röhre in die Box gehoben werden.

RennmĂ€use nagen, graben und laufen sehr gerne. Hierzu sollte ihnen eine abwechslungsreich gestaltete Behausung genĂŒgend Möglichkeiten bieten. EinrichtungsgegenstĂ€nde, beispielsweise Etagen oder LaufrĂ€der, mĂŒssen regelmĂ€ĂŸig auf Standfestigkeit und FunktionstĂŒchtigkeit ĂŒberprĂŒft werden.

Die Gabe von neuen Nagematerialien gehört genauso zur Pflege wie die regelmĂ€ĂŸige Reinigung des Sandbades, da es auch als Toilette genutzt wird.

Weiterhin sollte regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft werden, ob sich das Aquarium/Terrarium in einem tadellosen Zustand befindet. Die Abdeckung ist aufgrund möglicher Ausbruch- oder Einbruchgefahr, beispielsweise durch andere Haustiere, tĂ€glich zu kontrollieren.

Bild: Zooplus

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LaufrĂ€der mĂŒssen bei ausreichend großem Terrarium nicht unbedingt vorhanden sein, werden von vielen RennmĂ€usen aber gerne angenommen.

Es ist unbedingt darauf zu achten, ein sicheres und ausreichend großes Laufrad zu verwenden.

Das Rad sollte einen Durchmesser von mindestens 27 cm, eine geschlossene LaufflĂ€che und keinen „Schereneffekt“ haben.

Wichtig: RennmĂ€use dĂŒrfen nicht am Schwanz gezogen oder hochgehoben werden, da er sehr schnell abreißt.

Hochnehmen in einer Röhre

Bild: rennmaus.de

Hochnehmen in einer Röhre

Um neue RennmĂ€use nicht zu verschrecken und ihr Vertrauen zu gewinnen, kann man sie anfangs mit einer Röhre, beispielsweise einer KĂŒchentuchrolle, herausnehmen.

Ein Ende der Röhre wird in das Terrarium gehalten, die andere Seite sollte zugehalten werden, damit die Rennmaus nicht wieder herausschlĂŒpft.

Die neugierigen Gesellen werden ohne große Scheu „einsteigen“ und können herausgehoben werden, indem beide Seiten der Röhre zugehalten werden.

Tragen in der Hand

Bild: rennmaus.de

Tragen in der Hand

Ist das Vertrauen zwischen Rennmaus und Halter aufgebaut, kann man sie gut mit einer Hand halten.

Hierbei umfasst man das Tier mit der ganzen Hand und legt den Daumen zwischen Vorder- und Hinterbeine, so dass die Rennmaus von der Hand umschlossen wird.

Nackengriff

Bild: rennmaus.de

Nackengriff

Routinierte Rennmaushalter oder auch TierÀrzte nehmen RennmÀuse hÀufig mit dem Nackengriff auf, da sich die Tiere in dieser Haltung nicht bewegen und der Gesundheitszustand so gut beurteilt werden kann.

Bei diesem Griff wird jedoch kein Vertrauen zwischen Halter und Rennmaus aufgebaut. FĂŒr den tĂ€glichen Umgang ist er somit nicht zu empfehlen.

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