Ungeeignete Methoden

Ungeeignete Methoden

Ungeeignete Methoden

Bild: Leia 

Manche Vergesellschaftungsmethoden werden immer wieder in der Hoffnung angewendet, Rennm√§use m√∂glichst schnell und unkompliziert zusammensetzen zu k√∂nnen. Viele dieser Methoden sind nicht vertretbar, weil sie die Tiere unter enormen Stress stellen, ihre nat√ľrlichen Sinneswahrnehmung negativ beeinflussen und somit nach kurzer Zeit sehr gef√§hrlich werden k√∂nnen.

Ob Duftstoffe, viel zu enge Dauerbehausungen oder der Einsatz angst- und stresserzeugender "Hilfemittel": Eine Vergesellschaftung sollte niemals durch die Wahl ungeeigneter Methoden erzwungen werden.

Manche Vergesellschaftungsmethoden werden immer wieder in der Hoffnung angewendet, Rennm√§use m√∂glichst schnell und unkompliziert zusammensetzen zu k√∂nnen. Viele dieser Methoden sind nicht vertretbar, weil sie die Tiere unter enormen Stress stellen, ihre nat√ľrlichen Sinneswahrnehmung negativ beeinflussen und somit nach kurzer Zeit sehr gef√§hrlich werden k√∂nnen.

Bild: rennmaus.de

"Oh nein, so nicht!"

Werden Vergesellschaftungen auf nicht tiergerechte Art durchgef√ľhrt, sind in vielen F√§llen Komplikationen zu erwarten. Diese reichen von kleinen bis hin zu sehr heftigen Angriffen, die nicht selten Bei√üereien zur Folge haben. Die Rangordnungskl√§rung wird bei den genannten zweifelhaften Methoden durch eine Unterdr√ľckung des normalen Sozialverhaltens nur zeitlich verschoben. Den Tieren wird beispielsweise in der Panikbox aufgrund des viel zu kleinen Platzangebotes keine M√∂glichkeit gegeben wird, die Rangordnung innerhalb der neu zu bildenden Gruppe auszuhandeln. 

Vergesellschaftungen l√∂sen grunds√§tzlich Stress aus, dabei ist es nicht von Bedeutung, welche Methode angewendet wird. Der entstehende Stress sollte so gering wie m√∂glich gehalten werden. 

Ob Anis√∂l, Maggi, Parf√ľm oder sonstige duftende Fl√ľssigkeiten, sie f√ľhren bei Rennm√§usen zu Geruchsverwirrung. Als Erfolg wird versprochen, dass die Tiere den anderen nicht als Feind ansehen, da die k√ľnstlich erzeugte Duftangleichung den Eigengeruch √ľbert√∂nt. Dies mag im ersten Moment funktionieren, sp√§testens aber nach dem Verfliegen dieser Geruchsstoffe wird es ernst. Den Tieren wird dann bewusst, dass sie ihr Gegen√ľber nicht kennen und werden sich mit ungewissem Ausgang bek√§mpfen.
 
Auch haben Duftstoffe einen nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt. Sie werden von den Rennmäusen eingeatmet und bei der Fellpflege oral aufgenommen. Vergiftungen sind oft die Folge von Vergesellschaftungsversuchen mit Duftstoffen.

Die Panikbox ist nicht zu verwechseln mit der Kleinraummethode. Die Kleinraummethode eignet sich nicht als alleinige Vergesellschaftungsmethode, sondern nur als Erg√§nzung zur Trenngittermethode nach einem erfolgreichen Direktkontakt. Der Kleinraum sollte zirka 40x30cm aufweisen, w√§hrend die so genannte Panikbox den Rennm√§usen kaum Bewegung erlaubt. Auch werden die typischen und f√ľr eine erfolgreiche Vergesellschaftung wichtigen Verhaltensweisen in der Panikbox nicht m√∂glich sein. 

Manche Halter sind der Meinung, Rennm√§use k√∂nnen bei der Aussetzung von gro√üem Stress problemlos aneinander gew√∂hnt werden. Abenteuerliche Methoden, beispielsweise der Einsatz von laufenden Waschmaschinen, auf die eine kleine Transportbox gestellt wird, sind leider weit verbreitet. Aufgrund der extrem hohen Stresserzeugung sind solche Methoden nicht empfehlenswert.

Wichtig: Diese Methoden sind unn√∂tig und setzen die Tiere enormem Stress aus. Rennm√§use, die charakterlich zueinander passen, werden per Trenngitter und unter Einhaltung einiger Regeln problemlos miteinander vergesellschaftet werden k√∂nnen.

Eine Vergesellschaftung per Trenngitter sollte innerhalb eines gewissen Zeitrahmens erfolgreich beendet sein. Platz- und Einrichtungszugaben werden hier nicht ber√ľcksichtigt. Dieser Zeitrahmen richtet sich nach Alter, Charakter, Sozialisierung und der allgmeinen Vorgeschichte der zu vergesellschaftenden Tiere. Eine genaue Zeitangabe ist daher nicht m√∂glich. 

Allerdings sollten kleine Erfolge bei einer l√§nger dauernden Vergesellschaftung deutlich erkennbar sein. Bleiben Erfolge aus und eine Vergesellschaftung scheint nicht vorw√§rts zu gehen, deutet dies auf die Bildung von Zweckgemeinschaften hin, die langfristig nicht stabil bleiben werden. Eine solche Vergesellschaftung sollte daher beendet und als gescheitert angesehen werden.

Das rennmaus.de Forum steht f√ľr Fragen und Begleitung bei einer Vergesellschaftung stets zur Verf√ľgung.

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