Kastration

Kastration

Kastration

Bild: Stefanie... 

Eine Kastration scheint oft ein guter Weg zu sein, ein Rennmauspaar halten zu k√∂nnen ohne Nachwuchs erwarten zu m√ľssen. Alles √ľber den Sinn und Unsinn sowie die Gefahren einer Kastration wird in diesem Artikel erkl√§rt.

Grundsätzlich ist die Kastration einer männlichen Rennmaus möglich. Da sich männliche Tiere, im Gegensatz zu Farbmäusen, in der Regel ohne Probleme miteinander vergesellschaften lassen, ist ein solcher Eingriff in den meisten Fällen nicht nötig.

Dennoch gibt es manchmal Vorkommnisse, die eine Kastration erfordern. Falls sich ein unkastriertes Männchen nicht mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen verträgt, kann eine Kastration Abhilfe schaffen. Ebenfalls wird eine Kastration als sinnvoll angesehen, wenn ein Rennmauspärchen keinen Nachwuchs mehr zeugen soll, aber dennoch der Wunsch des Halters besteht, das Paar zusammen zu lassen.

Problematik

Bild: Leia

Kastration bei Rennmäusen: Nein Danke!

Zu beachten ist jedoch, dass eine Vergesellschaftung mit einem Weibchen erst mindestens sechs Wochen nach der Kastration vorgenommen werden darf, da das Männchen in dieser Zeit noch zeugungsfähig ist.

Die Vergesellschaftung eines Kastraten mit einer weiblichen Rennmaus kann unter Umst√§nden sehr schwierig bis unm√∂glich werden. Vor allem Weibchen, die schon einen oder mehrere W√ľrfe hatten, scheinen Kastraten abzulehnen. Die Ursache liegt darin, dass das M√§nnchen zeugungsunf√§hig ist und das Weibchen somit nicht tr√§chtig wird. Dies sind aber in der Regel nur Ausnahmen und lassen sich nicht verallgemeinern. Eine Vergesellschaftung von Kastrat und Weibchen kann auch ohne weitere Schwierigkeiten funktionieren.

Wenn eine Kastration absolut notwendig ist, sollte nur ein ausgebildeter Fachtierarzt f√ľr Kleintiere, der Erfahrungen mit dem Umgang und der Narkotisierung von Rennm√§usen hat, in Erw√§gung gezogen werden, denn eine Kastration f√ľr ein so kleines Tier ist sehr risikoreich. Die Narkose muss genau auf die Rennmaus und deren Kreislauf abgestimmt sein und auch der Tierarzt muss wissen, wie er mit dem kleinen Patienten umzugehen hat. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Tierarzt nur Inhalationsnarkosen verwendet, da eine Injektionsnarkose schlecht zu dosieren ist und gro√üe Folgen f√ľr die kleine Rennmaus haben kann.

Nach der Kastration sollte den Anweisungen des Tierarztes Folge geleistet werden. Am besten ist es, das operierte Tier nur auf K√ľchenrolle zu halten und kein Sandbad anzubieten, damit es nicht zu Verunreinigungen der Wunde durch die Einstreu oder den Sand kommt. Es kann auch vorkommen, dass das Tier die Wunde annagt. Der Tierarzt sollte in diesem Fall unbedingt erneut aufgesucht werden.

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